Meine neue Orgel: Roland C-330

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22.03.2012 11:47
#31 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
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Administrator

Was Regal sagt, findet meine vollste Zustimmung.
Auch ich wäre sehr für eine völlig freie Zuordenbarkeit ALLER Register aus einem einzigen großen Pool.
Falls Roland dabei Bauchweh hat und fürchtet, der eine oder andere User könnte damit nicht zurecht kommen, könnte immer noch ein Menüpunkt "Standard-Disposition" implementiert werden. Wäre das denkbar, Herr Schuster?


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22.03.2012 12:02
avatar  micha ( gelöscht )
#32 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
mi
micha ( gelöscht )

Zitat von Gemshorn
Vorläufig mal in Richtung Schnitger.



Versteh das jetzt bitte nicht negativ, aber die Internetbeispiele der Roland C-330 klingen für mich mit leicht amerikanischen Einschlag. Wie gesagt, die Internetbeispiele in mp3. Und um nochmals den neutralen Charakter dieser Bemerkung zu unterstreichen: ich mag die klassisch-amerikanische Orgel, erweitere mein Spiel sogar immer mehr Richtung Theaterorgel rgel: .

Die Präsentation von Hector Olivera ist super sympathisch und gefällt mir besser als die Johannuspräsentationen. Ich finde nur das Betonen dieses tollen Instruments als DIE Bach Orgel nicht ganz korrekt. Aus einigen Buchstudien (Ferdinand Klinda, Orgelregistrierung, und andere) geht hervor, dass Bach begeistert war von der Norddeutschen Orgelkunst. Er bewarb sich als Organist in Hamburg St. Jacobi. Die Nordeutschen Barockorgeln bauen noch klar auf den Werkcharakter. Gerade dieser ist bei der Orgel zu Arnstadt bereits vermindert (deutlich am Pedalwerk zu erkennen). Bei Silbermann geht der französische Einfluss dann ja noch weiter. Vielleicht ein Grund, weshalb sich Bach offenbar nicht so sehr für dessen Orgeln erwärmte. Arnstadt liegt übrigens auch nicht in Norddeutschland wie Olivera sagt (die deutsche Synchro lässt dies zum Glück aus), sondern in Mitteldeutschland. Die Standarddisposition, die Olivera erwähnt, weicht auch deutlich von der der Wender-Orgel ab.

Noch einmal, dies ist keine Kritik an der Orgel, sondern an der ungenauen Präsentation. Es ist meines Erachtens - wie ich immer wieder schreibe - auch komplett egal, ob eine Digitalorgel nun ein bestimmtes Instrument authentisch wiedergibt oder nicht. Sie muss einfach gefallen. Ich denke aber, dass eine Schnitger Annäherung aus diesen Gründen nicht einfach sein wird; ch hab's bei der Unico bis jetzt auch nicht hingekriegt - ok, allzu viel Zeit hab ich nicht investiert *rot werd vor schlechtem Gewissen*.


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22.03.2012 14:05
avatar  Regal
#33 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
Re

Hm, diese ink-Technik wäre sicher ideal.. aber was kostet der Spaß?

Zitat von elim1701
Das kam mir auch gleich in den Sinn. Dazu noch austauschbare Registerplättchen (oder besser, aber teurer: Mini-Displays wo das eingestellte Register gleich abgebildet wird. Ich habe mir vor einigen Monaten ein Amazon Kindle (ebook) gekauft und diese "Ink-Technologie" ist einfach super sauber und völlig energiesparend. Es sieht wirklich aus wie gedruckt und nicht wie ein TFT. Das wäre ein Traum bei einer Orgel).

Infos zur Ink-Technologie: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronisches_Papier
Ich hab hier mal ein hochauflösendes Bild im Internet gefunden. Vergrößert es euch mal auf original-Größe und ihr seht wie deutlich und klar es (gegenüber eines TFT) dargestellt wird: http://davidgaughran.files.wordpress.com...on_kindle_3.jpg


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22.03.2012 15:50
avatar  tromba
#34 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
tr

Hallo Gemshorn
Dann möcht ich mich mal der Gratulantenschar anschließen und Dir viel Freude am neuen Instrument wünschen [smile]



Mit freundlichen Grüßen aus dem sonnigen Münsterland

tromba


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22.03.2012 16:13
avatar  Copula ( gelöscht )
#35 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
Co
Copula ( gelöscht )

Zitat von micha
Noch einmal, dies ist keine Kritik an der Orgel, sondern an der ungenauen Präsentation.


Da kann ich dir nur zustimmen. Außerdem behauptet er ausdrücklich, dass er weiß, dass Bach das C-Dur-Präludium BWV 553 aus den 8 kleinen Präludien & Fugen an der Orgel in Arnstadt komponiert und gespielt hat. Dabei ist noch nicht einmal bewiesen, dass dieses Stück auch wirklich von Bach komponiert wurde.


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22.03.2012 18:50
avatar  Anonymous ( gelöscht )
#36 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
An
Anonymous ( gelöscht )

Der Demo-Klang der 330 bei Olivera muss natürlich amerikanisch klingen, weil sie ja amerikanische Zuschauer kaufen sollen.
Dort verfährt man einfach nach dem Motto, der Wurm muss dem Fisch schmecken. Anders gesagt: es fehlt an deutschen Demo-Videos von der 330. EDIT: einige Händler haben den Beweis angetreten, dass eine 330 auch nach norddeutschem Barock klingen kann. Etc..

Erfreulich ist, dass die hinterlegten Samples in der 330/380 wirklich unterschiedlich sind und man wenn man will auch seine eigene Stimmtemperatur machen kann (noch sehr umständlich, aber es geht).

Die 330/380 sollen soweit ich verstanden habe, Mainstream-Alleskönner sein. Der normale User soll von dem Trick doch garnichts wissen, wie man das erweiterte Menü öffnet. Das ist nur für die Power-user und für Kircheninstallationen gedacht (also für die Händler). Der normale User soll ganz easy die Samples wechseln können und das ist auf dem jetzigen Weg sehr einfach machbar und verwirrt auch nicht, weil man die Registerschalter dafür nicht tauschen muss. Würde man solches Zubehör anbieten,wäre die Orgel erheblich teurer.

Aber ich muss hier mal daran erinnern, dass Ihr gerade Forderungen stellt, die bei einem Instrument von unter 9.999 Euro absolut nicht realistisch sind. Ganz zuletzt noch der Hinweis, dass die User-Voices eine andere Qualität haben als die Hauptstimmen. Das ist letztlich auch in Ordnung.

Laurie


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22.03.2012 19:36
#37 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
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Administrator

Die User-Voices sind intonierbar, aber nicht so umfangreich wie die Standardvoices. Und doch sind auch die User-Voices von hervorragender Qualität. Ich wüsste gar nicht, was ich ohne die Mixtur VIII tun sollte. Die ist einfach nur fantastisch.

Digitale Registerschildchen möchte ich nicht; dann doch lieber das Wechselsystem von Viscount... Und das würde die Orgel nicht viel teurer machen, ebensowenig die Option, sämtliche Wippen völlig frei belegen zu können (meinethalben nur für Händler und Power-User).


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23.03.2012 06:42
#38 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
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Hallo Gemshorn,

viel Spaß mit der neuen Orgel. Ich habe das Instrument vor Kurzem selbst spielen dürfen und bin von dem Preisleistungsverhältnis begeistert.
Nach wie vor steht bei mir das Üben im Vordergrund, aber ich habe fast immer den PC auf der Orgelbank stehen und bin immer am Intonieren und Register auswechseln.

Viele Spaß!!

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seit April 2017  Gloria Concerto 355,
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23.03.2012 10:34
avatar  elim1701 ( gelöscht )
#39 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
el
elim1701 ( gelöscht )

Zitat von Regal
Hm, diese ink-Technik wäre sicher ideal.. aber was kostet der Spaß?

Zitat von elim1701
"Ink-Technologie"





Eine gute Frage die ich als Endverbraucher nicht beantworten kann. Ich kann nur die Vorteile sehen:

- spiegelt nicht
- sieht aus wie gedruckt
- kein Display zu erkennen
- verbraucht nur einmal kurz Strom wenn die Schrift geändert wird
- ist geringfügig biegsam

Das würde sich auf Registerplättchen sowie auch leicht abgerundet auf Registerzügen ganz toll machen. Und es kann jedes beliebige Register aus einer Datenbank abbilden können. Sogar die Schriftart (z.B. Times New Roman, Arial, Handschrift) und -größe (z.B. 8-24) könnte man individuell einstellen.
Einzige (meiner Meinung nach geringfügige) Einschränkung: es ist einfarbig. Man könnte Zungen nicht in rot abbilden.

Ich halte von diese Ink-Technik sehr viel. Wer weiß was die Zukunft bringt.


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23.03.2012 10:41
#40 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
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Moderator

Ebenfalls Glückwunsch zu dieser Orgel.

Ich habe sie kürzlich gespielt und war vom Klang und den Intonationsmöglichkeiten sehr beeindruckt. Aber genau so entsetzt war ich über das Spiegefühl der labbrigen Klaviaturen und die Registertasten vom "VEB Plaste und Elaste". Da wären - vermutlich ohne oder mit nur geringem Preisaufschlag - erheblich bessere Lösungen denkbar.

@micha:
Bach hat an Silbermanns Orgeln die leichtgängige Traktur, die "Simplicität" der inneren Anlage und die "ungemein prächtige" Intonation gelobt. Sein hauptsächlicher Kritikpunkt war Silbermanns Festhalten an der ungleichschwebenden Temperatur, die Bach "eigensinnig" nannte. Er selber bevorzugte halt "Wohltemperierung", die nicht unbedingt gleichzusetzen ist mit gleichschwebender Stimmung.
Einem kreativen Kopf wie Bach, der einem Nebenmanuals als einzige Zunge schon mal ein Fagott 16' "für die music" - also für das Generalbaßspiel - zuwies, waren Silbermanns schematisch-französische Dispositionen zu "einförmig".

FG
Michael


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23.03.2012 13:04
#41 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
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Administrator

Danke für alle Glückwünsche!
Habe soeben das erste Software-Update an der Orgel erfolgreich durchgeführt. Seit wenigen Tagen steht ja das Update 1.13 zum Download bereit, siehe hier. [wink]


Gloria Concerto 234 Trend DLX

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23.03.2012 16:02
avatar  Regal
#42 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
Re

Zitat von Wichernkantor
Ebenfalls Glückwunsch zu dieser Orgel.
@micha:
Bach hat an Silbermanns Orgeln die leichtgängige Traktur, die "Simplicität" der inneren Anlage und die "ungemein prächtige" Intonation gelobt. Sein hauptsächlicher Kritikpunkt war Silbermanns Festhalten an der ungleichschwebenden Temperatur, die Bach "eigensinnig" nannte. Er selber bevorzugte halt "Wohltemperierung", die nicht unbedingt gleichzusetzen ist mit gleichschwebender Stimmung.
FG
Michael


Also, wenn ich die Beschreibung unter http://www.orgelbau-vier.com/silbermannstimmung.html
richtig verstanden habe, ist die Silbermann-Termperierung eine modifizierte mitteltönige Temperierung, bei der genau dieselben Tonarten wie bei der mitteltönigen Temperierung nach wie vor nicht gespielt werden können, und das hat Bach mißfallen. Fis-Dur wie z.B Schlußakkord bei "Herzlich thut mich verlangen" BVW 727 geht nicht.
Ungleichschwebend sagt nichts darüber aus, ob es sich um Wohltemperierung handelt oder nicht. Ungleichschwebend ist alles, wo der Abstand der Halbtöne zueinander nicht überall genau 100 Cent beträgt.


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23.03.2012 16:11
avatar  PeterW
#43 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
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+ 12.1.2018

Zitat von Regal
Ungleichschwebend ist alles, wo der Abstand der Halbtöne zueinander nicht überall genau 100 Cent beträgt.


Das ist nicht ganz richtig, denn man kann theoretisch jeden Halbtonschritt in 100-stel (= cent) zerlegen, unabhängig von der Temperierung. Nur macht das bei einer gleichstufigen - "wohl"temperierten - Stimmung erst wirklich Sinn.


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23.03.2012 17:50
avatar  Tastenheini ( gelöscht )
#44 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
Ta
Tastenheini ( gelöscht )

Zitat von elim1701

Einzige (meiner Meinung nach geringfügige) Einschränkung: es ist einfarbig. Man könnte Zungen nicht in rot abbilden.


Mal eine Frage: Ist das wirklich wichtig? Bei jeder normalen Pfeifenorgel werden die Zungenregister auch nicht rot hervorgehoben. [wink] (Du schreibst ja auch, dass es eine "geringfügige" Einschränkung ist.)


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24.03.2012 11:34
avatar  elim1701 ( gelöscht )
#45 RE: Meine neue Orgel: Roland C-330
el
elim1701 ( gelöscht )

Zitat von Tastenheini

Zitat von elim1701

Einzige (meiner Meinung nach geringfügige) Einschränkung: es ist einfarbig. Man könnte Zungen nicht in rot abbilden.


Mal eine Frage: Ist das wirklich wichtig? Bei jeder normalen Pfeifenorgel werden die Zungenregister auch nicht rot hervorgehoben. [wink] (Du schreibst ja auch, dass es eine "geringfügige" Einschränkung ist.)




So ist es. Daher schrieb ich ja auch:

Zitat von elim1701
(meiner Meinung nach geringfügige) Einschränkung


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