Dreifaches österliches Halleluja

27.03.2024 22:56
#1 Dreifaches österliches Halleluja
Se

Hallo an euch,

ich quäle mich seit Jahren mit der "richtigen" Ausführung des Halleluja in der katholischen Osternacht.
Ich bin Laie und habe keinerlei liturgische Ausbildung. Auch Nachfragen beim Deutschen Liturgischen Institut haben mich nicht weitergebracht. Die liturgische Ausführung in Zeiten vor dem 2. Vaticanum kenne ich nicht.

Worum geht es: üblicherweise wird das feierliche Halleluja auf eine gregorianische Melodie 3x gesungen, jedesmal einen Ganzton höher. Auf jedes Halleluja antwortet die Gemeinde.
Dazu gibt es auch noch 3 Psalmverse (Danket dem Herrn, denn er ist gütig...; Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht....; Der Stein, den die Bauleute verwarfen...).

Ich kenne eigentlich zwei Varianten der Ausführung:
1) 3x Halleluja + jedesmal Antwort des Volkes; erst danach anschließend die Psalmverse, danach nochmals ein Halleluja in der letzten Tonhöhe nebst Antwort des Volkes

2) 1. Halleluja + Antwort des Volkes, danach 1. Teil der Psalmverse; danach 2. Halleluja in neuer Tonhöhe + Antwort des Volkes, danach 2. Teil der Psalmverse usw.
Am Ende nach dem 3. Psalmteil noch einmal ein Halleluja + Antwort des Volkes.

Dieses Ostern soll ich eine zusammengestutzte Variante ausführen: 2x Halleluja nacheinander, danach nur einen Psalmvers von den dreien; danach dann das 3. Halleluja. Halleluja jeweils mit Antwort des Volkes.

Ich bin gespannt, wie es bei euch gehandhabt wird.

In österlicher Vorfreude

SeltenGedackt


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28.03.2024 11:13
#2 RE: Dreifaches österliches Halleluja
Do

Hallo SeltenGedackt,

zuerst dreifaches Halleluja, ein Psalmvers, dann Halleluja noch mal.

LG, der Dorforganist


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28.03.2024 12:05
#3 RE: Dreifaches österliches Halleluja
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Zitat von SeltenGedackt im Beitrag #1
Hallo an euch,

ich quäle mich seit Jahren mit der "richtigen" Ausführung des Halleluja in der katholischen Osternacht.
Ich bin Laie und habe keinerlei liturgische Ausbildung. Auch Nachfragen beim Deutschen Liturgischen Institut haben mich nicht weitergebracht. Die liturgische Ausführung in Zeiten vor dem 2. Vaticanum kenne ich nicht.

Worum geht es: üblicherweise wird das feierliche Halleluja auf eine gregorianische Melodie 3x gesungen, jedesmal einen Ganzton höher. Auf jedes Halleluja antwortet die Gemeinde.
Dazu gibt es auch noch 3 Psalmverse (Danket dem Herrn, denn er ist gütig...; Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht....; Der Stein, den die Bauleute verwarfen...).

Ich kenne eigentlich zwei Varianten der Ausführung:
1) 3x Halleluja + jedesmal Antwort des Volkes; erst danach anschließend die Psalmverse, danach nochmals ein Halleluja in der letzten Tonhöhe nebst Antwort des Volkes

2) 1. Halleluja + Antwort des Volkes, danach 1. Teil der Psalmverse; danach 2. Halleluja in neuer Tonhöhe + Antwort des Volkes, danach 2. Teil der Psalmverse usw.
Am Ende nach dem 3. Psalmteil noch einmal ein Halleluja + Antwort des Volkes.

Dieses Ostern soll ich eine zusammengestutzte Variante ausführen: 2x Halleluja nacheinander, danach nur einen Psalmvers von den dreien; danach dann das 3. Halleluja. Halleluja jeweils mit Antwort des Volkes.

Ich bin gespannt, wie es bei euch gehandhabt wird.

In österlicher Vorfreude

SeltenGedackt


Zur vorkonziliaren Zeit: Hier ist zu unterscheiden zwischen der Zeit vor 1950/1951 und danach. Die Wiederherstellung der Osternacht durch Papst Pius XII. war im Grund der erste Schritt der Liturgiereform, dem weitere Schritte in den 60er und 70er Jahren folgten. Bis dahin folgte auf das österliche Halleluja der (einzige Vers des) Ps. 117, das "Confitemini". So steht es bis heute auch in den aktuellen Ausgaben des Graduale Romanum.
Ich erhielt zu meiner Erstkommunion 1959 als Geschenk den von den Benediktinern in Beuron herausgegebenen "Volks-Schott" in lat./deutsch und erlebte die Osternacht in der Zwischenphase zwischen 1951 und dem Erscheinen des ersten "Gotteslob" als Ministrant und Lektor selbst mit. Dazu gab es ein noch heute in meinem Besitz befindliches Heft "Die Liturgie der Karwoche", ebenfalls von Beuron herausgegeben. Hier wurden die Psalmverse im Anschluss an das Halleluja auf drei erweitert: das "Confitemini" wie bisher, dazu dann aus Ps. 118 die Verse "Laudate Dominum" und "Quonium confirmata est". Aktuell sind es im Schott-Messbuch drei Verse aus Ps. 118.

Das dreimalige Wiederholen des Alleluja jeweils in höherer Tonlage ist in keiner der drei Fassungen vorgeschrieben, ist aber üblich geworden. Die beiden von Dir erstgenannten Varianten sind beide möglich. Sie sind auch beide mit Noten versehen in Josef Seuffert, Die Botschaft der Osternacht, Süddeutsche Verlagsgesellschaft Ulm (vergriffen, aber antiquarisch noch erhältlich); die Psalmverse transponieren in der 2. Fassung nach oben, während sie gesungen werden.

Die dritte Variante vermag mich nicht zu überzeugen. Besser wäre es dann, sich auf zwei Psalmverse des Kantors zu beschränken und dann mit dem 3. Alleluja zu beschließen.

Frohe Ostern!
kargelertfan


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29.03.2024 09:36
avatar  Axel
#4 RE: Dreifaches österliches Halleluja
Ax

Da es da keine wirkliche Anweisung gibt, habe ich es immer so gemacht:
Halleluja in Es, V/A
Halleluja in E, V/A
Halleluja in F, V/A und dann die Verse mit "Zwischenhalleluja" alle in der Zieltonart
danach kann man dann mit dem Chor noch eine Coda singen, z.B. Mawby.


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29.03.2024 11:35 (zuletzt bearbeitet: 29.03.2024 11:37)
#5 RE: Dreifaches österliches Halleluja
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Meine bevorzugte Version ist:
1. Halleluja (c/Es)
2. Halleluja (d/F) - also Steigerung um einen Ganzton!
3. Halleluja (e/G) - s.o
und dann den Vers oder die Verse, abgeschlossen durch eine Halleluja-KODA (chorisch oder organistisch), also ganz ähnlich wie bei Axel

Oder die durchkomponierte (feierliche) Seuffert-Version.


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