Fundstück: Orgel aus Abwasserrohren

27.01.2012 19:09
avatar  Tastenheini ( gelöscht )
#1 RE: Fundstück: Orgel aus Abwasserrohren
Ta
Tastenheini ( gelöscht )

Folgendes Video fand ich soeben:

Orgel aus Abwasserrohren

Quelle und Rechteinhaber: WDR.de


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27.01.2012 19:26
avatar  Copula ( gelöscht )
#2 RE: Fundstück: Orgel aus Abwasserrohren
Co
Copula ( gelöscht )

Mich würde ja mal der Unterschied zwischen mit und ohne Röhren interresieren. Vom Klang aus dem Video hört sich das trotzdem ganz normal an und die Orgel sieht nach Viscount aus. Weiß da jemand genaueres?


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27.01.2012 19:28
avatar  JuergenPB ( gelöscht )
#3 RE: Fundstück: Orgel aus Abwasserrohren
Ju
JuergenPB ( gelöscht )

Diese "Resonatorentechnik" ist ja eigentlich ein alter Hut. — Und ja, es funktioniert auch.
Aber dennoch "Hut ab" vor dem Projekt.


–> http://www.kienle-orgeln.de/resonatorensystem.html


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28.01.2012 20:28
avatar  Babs ( gelöscht )
#4 RE: Fundstück: Orgel aus Abwasserrohren
Ba
Babs ( gelöscht )

Das Resonatorensystem habe ich schon im Original bei Kienle gehört. Das soll es auch für Stereo-Anlagen anstelle von Boxen geben. Hört sich wirklich gut an.

LG Babs


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29.01.2012 06:55
avatar  Dieter Schuster ( gelöscht )
#5 RE: Fundstück: Orgel aus Abwasserrohren
Di
Dieter Schuster ( gelöscht )

Was im Video zu sehen ist, sind gebrauchte Kienle Passiv-Resonatoreneinheiten. Jedes der lackierten 'Abwasserrohre' ist auf die Länge einer bestimmten Frequenz bemessen, was eine Resonanz innerhalb jedes einzelnen Rohres erzeugt - oder bei gedeckten Röhren auf die halbe Grundfrequenz (Lambda/2) welche den jeweiligen Grundton eines Einzeltons verstärkt und ihm eine dezidierte 'Position' gibt.

Das Prinzip funktioniert in der hier gezeigten Installation in einem begrenztem Frequenzumfang von Grundtönen zwischen ca. 120Hz und 1,5KHz (je nach Länge der Röhren). Darunter und darüber ist das System wirkungslos und muss ggfs. durch Subwoofer oder Hochtonlautsprecher komplettiert werden.

Also keineswegs eine eigene Entwicklung - der Besitzer hat schlicht und einfach ein paar alte passive Kienle Resonatroen verwendet. Der 'Pfeifenaufsatz' auf dem Spieltisch ist ein Viscount Pipe-27 Tonkabinett mit Lautsprechern hinter dem passiven (nicht klingenden) Pfeifenprospekt.

Vernünftig klingen kann das alles trotzdem - irgendwie... [wink]


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29.01.2012 11:50
avatar  ( gelöscht )
#6 RE: Fundstück: Orgel aus Abwasserrohren
Gast
( gelöscht )

Den Klang der Resonatorenabstrahlung, sowohl für moderne Digitalorgeln als auch für die von Kienle angebotene Abstrahlung für HiFi-Anlagen würde ich persönlich als buntes Gemenge von Resonanzen beschreiben. Ich habe beides schon mehrfach live gehört. Im Hochtonbereich hatte ich hinter den Röhren mir gut bekannte Piezo-Hochtonhörner billigster Bauart entdeckt. Man kann den Klang allenfalls als schön empfinden wenn man mit den Augen hört und die Pfeifen anschaut. Mit HiFi hat das garnichts zu tun.
Bei phasenstarren Analog- oder Digitalorgeln vergangener Jahre mag es durchaus eine gewisse Lebendigkeit ins Klangbild bringen, aber ein heutiges gutes Sample wir darüber im Frequenzspektrum total verzerrt.


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31.01.2012 05:41
avatar  Dieter Schuster ( gelöscht )
#7 RE: Fundstück: Orgel aus Abwasserrohren
Di
Dieter Schuster ( gelöscht )

Zitat von Mikelectric
Den Klang der Resonatorenabstrahlung, sowohl für moderne Digitalorgeln als auch für die von Kienle angebotene Abstrahlung für HiFi-Anlagen würde ich persönlich als buntes Gemenge von Resonanzen beschreiben...



Gut formuliert - genau so ist es. 'Linear' ist allerdings etwas völlig Anderes... [wink]

Die zitierten 'HiFi Resonatoren' kann man (wenn man sie denn irgendwo findet) sehr gut als plastische und aussagefähige Referenz betrachten - die machen aus einem linearen Frequenzspektrum so ziemlich genau das was die Orgelresonatoren mit einer Digitalorgel anstellen. Insofern ist die Werbeaussage 'kein Lautsprecherklang' durchaus zutreffend [smile]


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