Johannus präsentiert die neue Vivaldi

  • Seite 1 von 2
04.01.2012 12:54
avatar  BWoll ( gelöscht )
#1 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
BW
BWoll ( gelöscht )

Habe ein Video auf Johannus' Seite gefunden:
Johannus präsentiert die neue Vivaldi.
Dort spielt der gute André van Vliet ab Minute 10:54 auf der Vivaldi 350 mit der symphonischen Intonation.
Das klingt echt gut, wie in Notre-Dame de Paris. So etwas kann ich mit meiner Johannus Opus 15 nicht hinbekommen oder?
Auch nicht mit dem Intonat
Das klingt echt so toll. Fast so gut wie meine Hauptwerksche Cavaille-Coll...


 Antworten

 Beitrag melden
04.01.2012 20:10
avatar  Anonymous ( gelöscht )
#2 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
An
Anonymous ( gelöscht )

Hallo Benedikt,

das wirst Du via Intonat mit Deiner Opus 15 nicht hinbekommen. Du darfst nicht vergessen, die Vivaldi spielt preislich und auch technisch in einer ganz anderen Liga als die Opus. Wäre ja schlimm, wenn man für ein Viertel des Preises den gleich Klang erzeugen kann...
Ich denke, Hauptursache ist bei der Vivaldi, daß nun seit dem Refresh, der hauseigene Johannus-Faltungshall für die Vivaldi verfügbar ist. Ich vermute, es handelt sich dabei nicht einfach nur um einen Faltungshall,wie man ihn für den PC als Plugin aufgepfropft auch bekommt, offenbar scheint der irgendwie mit dem Abstrahlungskonzept verkoppelt zu sein, denn es fällt auf, daß nur Orgeln mit diesen seitlichen Lautsprecherstreifen, den Faltungshall bekommen können. Guck Dir mal die Seite einer Vivaldi in der alten Version an, die sah anders aus.
Kürzlich konnte ich eine Vivaldi mit eingebautem Faltungshall live hören. Da klingen sie nochmals besser als im Video. Ich denke die Orgel ist ein echter Geheimtipp für alle, die die Klangqualität von Hauptwerk haben wollen, jedoch sich a) den PC-Ärger ersparen wollen und b) mit den Johannusdispositionen zufrieden sind, also nicht unbedingt die historische Orgeldisposition xy 1:1 mit kurzer Oktave, mitteltönig gestimmt und nur in Kirche ab an Position cd 40m von der Orgel entfernt spielen wollen.
Preislich sind beide Varianten eh gleich, wenn man alles neu kauft.

LG,

wf


 Antworten

 Beitrag melden
05.01.2012 15:53
avatar  Anonymous ( gelöscht )
#3 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
An
Anonymous ( gelöscht )


 Antworten

 Beitrag melden
09.01.2012 20:24
avatar  micha ( gelöscht )
#4 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
mi
micha ( gelöscht )

Mit dem Risiko, dass ich mich jetzt gleich heftig in die Nesseln setze, wage ich trotzdem anzufügen, dass ich die Vivaldi auf Basis der zwar sorgfältig gestalteten Internetpräsentation nicht überzeugend finde. Ich erkenne kaum einen Fortschritt gegenüber wesentlich älteren Modellen. Das beginnt schon beim Spieltisch der dreimanualigen Vivaldi, deren schräge Flächen links und rechts der Klaviatur mir gar nicht zugefallen wissen, ebenso wenig die antiquiert wirkenden Drehschalter - Johannus muss wohl einen Jahrhundertvertrag mit dem Lieferanten dieser Regler abgeschlossen haben. [wink] Den Klang würde ich als analognah bezeichnen. Er überzeugt - in dieser Internetpräsentation - nur in kurzen Augenblicken.

Zum Lachen brachte mich die Internetseite des Anbieters, auf welcher in einem luxuriösen Wohnraum die bieder-bürgerliche Ehefrau andächtig dem Spiel des ihr ergeben entgegenblickenden, mit Sicherheit als Manager oder Investmentbanker tätigen Ehemannes lauscht - mit Bonuskind in der rechten Bildhälfte. Ein Klick auf die dreimanualige Vivaldi lässt dann ein kitschig-synthetisch klingendes Weihnachtsmedley erklingen. All dies erinnert mich etwas an die bekloppten Notenblattumschläge der so beliebten Elektronenunterhaltungsorgeln der 70er - natürlich millenniumtauglich aufpoliert. Ich weiss jetzt nicht recht, ob es mich nostalgisch oder grausig schaudert. [sad]


 Antworten

 Beitrag melden
10.01.2012 00:09
avatar  wos ( gelöscht )
#5 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
wo
wos ( gelöscht )

Zitat von BWoll
Habe ein Video auf Johannus' Seite gefunden:
Johannus präsentiert die neue Vivaldi.


Wer weiß, aus welchem Stück die gespielte Passage ab 13:13 stammt?


 Antworten

 Beitrag melden
10.01.2012 14:40
avatar  BWoll ( gelöscht )
#6 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
BW
BWoll ( gelöscht )

Ja, das Stück mag ich auch sehr.
Es wurde mal auf irgendeiner Beerdigung gespielt.
Es ist das Andante cantabile aus der IV. Symphonie von Charles Marie Widor.
Man findet es auch als Demostück der Caen II hier.


 Antworten

 Beitrag melden
10.01.2012 17:34
#7 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
avatar
Administrator

Ich finds spannend, dass die Beurteilung der neuen Vivaldi extremer nicht sein könnte:
Der eine vergleicht sie mit der Klangqualität von Hauptwerk, der andere fühlt sich an Analogorgelklang erinnert.
Wie kommt es zu so stark auseinanderdriftenden Einschätzungen?


Gloria Concerto 234 Trend DLX

 Antworten

 Beitrag melden
10.01.2012 17:42
avatar  Anonymous ( gelöscht )
#8 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
An
Anonymous ( gelöscht )

Ist in der Tat bemerkenswert.
Ich vermute, die Ursache liegt darin, daß der Klangeindruck live sich von dem Eindruck über PC Lautsprecher per youtube Video bzw. des youtube-Videos ansich unterscheidet. Zudem spielt die Intonation eine entscheidene Rolle. Wenn ich mir angucke, wie positiv die Excellent 360 bewertet wird, die ja eigentlich nichts weiter als eine Vivaldi 35 ist...

wf

P.S. Und bitte keine Lästereien über Investmentbänker, das nehme ich übel! [wink]


 Antworten

 Beitrag melden
10.01.2012 19:29
avatar  wos ( gelöscht )
#9 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
wo
wos ( gelöscht )

Zitat von BWoll
Ja, das Stück mag ich auch sehr.
Es wurde mal auf irgendeiner Beerdigung gespielt.
Es ist das Andante cantabile aus der IV. Symphonie von Charles Marie Widor.
Man findet es auch als Demostück der Caen II hier.


Daaannkkee, Benedikt!


 Antworten

 Beitrag melden
10.01.2012 19:32
avatar  ( gelöscht )
#10 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
Gast
( gelöscht )

Es gibt ja auch in Hauptwerk genug schlechte Samplesets die nicht viel besser klingen als ein Sägezahngenerator [grin]
Und selbst die sehr guten Samplesets erfordern auch gute Klangabstrahlungen und vor allem ein gewisses Know-How im Umgang damit. Wer dies nicht besitzt wird mit einer DO-Komplettlösung sicher besser bedient sein und von HW und dessen Klang enttäuscht sein.


 Antworten

 Beitrag melden
13.01.2012 16:33
avatar  Anonymous ( gelöscht )
#11 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
An
Anonymous ( gelöscht )

Bemerkenswert ist sich er auch, welch hohen Autosuggestionsanteil Hauptwerk hat. Allein die Tatsache, daß auf der Verpackung irgendein berühmter Name einer Orgel steht, läßt jegliches klangliches Versagen unwichtig erscheinen, vielmehr wird angenommen, daß sei eben beim Original auch so und man schwelgt fröhlich in den verzerrten Klängen einer völlig unzureichenden Lautsprecherinstallation. Gleichwohl scheint sich dies bei Digitalorgel durch einen irgendwie gearteten Lernprozess ins Gegenteil zu verkehren und wir kritisieren Digitalorgeln oft an genau die Fehlern, die bei Hauptwerk wohlwollend hingenommen werden.
Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ein Hersteller mal auf die Idee kommt, auf eines seiner Instrumente den Namen einer bekannten Orgel zu pappen. Echtes Dilemma dann, was soll man dann noch nörgeln? [wink]

Es grüßt fröhlich,

wf [smile]


 Antworten

 Beitrag melden
15.01.2012 01:00
avatar  Hebelmann ( gelöscht )
#12 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
He
Hebelmann ( gelöscht )

[OT] wf, von wem sprichst Du dabei eigentlich? Tut mir ja leid, aber ich kann in Deinem Post keine Objektivität finden, die Du doch scheinbar so sehr anmahnst.[/OT]

Auch wenn ich gerne glaube, dass die Vivaldi live besser klingt, bin ich von dem Johannus-Video doch zielmlich enttäuscht.

"Der Tag, der ist so freudenreich" (4':17'': Wenn die c.f.-Stimme eine Trompete sein soll, habe ich so etwas noch niemals an einer Pfeifenorgel gehört. [sad] Und es waren schon einige...

Die Plenum-Demonstration (7':13'': Gerade bei schnell aufeinander folgenden Akkorden klingt es, als würde im Hintergrund ein Clavinova mitdudeln. Auch die gewählte Kathedralakustik ändert daran leider nichts.

"Romantische Intonation" (8':39'': Mit einsetzen des Tremulanten ist die Glaubwürdigkeit des Pfeifenorgelklanges dahin. Ich kenne kein einziges reales Intrument, dass ein auch nur annähernd vergleichbares Verhalten zeigt. Einzig die Vox Humana (ab 9':13'' geht noch durch.

Warum wird bei Johannus in so vielen Präsenationen überhaupt fast alles mit Tremulanten und massig Hall zugeschüttet?

Mich würde die Präsentation überhaupt nicht dazu animieren, mir das Instrument näher anzusehen. Schon gar nicht in dieser Preisklasse. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich inzwischen HW benutze!


 Antworten

 Beitrag melden
15.01.2012 12:28
avatar  Anonymous ( gelöscht )
#13 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
An
Anonymous ( gelöscht )

Laurie bemerkte schon, daß die Videos scheinbar mit einer eindeutigen Präferenz für den niederländischen Markt produziert werden. Das trifft nicht unseren Geschmack in Deutschland. Daher will ich ermutigen sich gerade trotzdem das Instrument live anzusehen. Durch die Intonation ist noch soviel rauszuholen, s. Gloria.
Wenn hier immerwieder Hauptwerk als leuchtendes Gegenbeispiel angeführt wird, verweise ich darauf, wie viele schlechte Videos es bei youtube zu Hauptwerk gibt, wo wirklich mal jemand ein Mikro vor die Lautsprecher gehängt hat. Und dies wird fleißig ignoriert oder anders und provokant gefragt, warum werden diese Videos hier nicht diskutiert?
M.E. werde derzeit Äpfel mit Birnen verglichen. Es wundert mich nicht, daß Hauptwerk besser klingt, wenn man einfach die Aufnahmefunktion benutzt, das hört sich dann eben an, wie eine CD-Konserve. Interessant ist doch erst der Vergleich wenn wirklich ein Mikro vor den Lautsprechern steht bzw. man selbst dran spielt.
Und das hat ebenfalls nichts damit zu tun, daß bei mir Hauptwerk über die Genelec-Lautsprecher nicht befriedigen konnte, sondern war eher als Antwort auf Mikelectric gemeint, der auf die "Sägezahn-Samplesets" hinwies. [wink]
Generell habe ich inzwischen den Eindruck, daß mehr und mehr Instrumente hier schon in der Luft zerrissen werden noch bevor irgendjemand jemals die Finger auf den Tasten hatte. Aber das ist ein anderes Thema...

LG,

wf


 Antworten

 Beitrag melden
15.01.2012 13:04
#14 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
avatar
Administrator

Es stimmt schon: Bevor ich die Vivaldi nicht live erlebt habe, kann ich mich eben nur zu den Videos äußern — aber nicht zum Instrument an sich.

Auch was Intonation angeht: Gestern war ich zu Besuch bei einem Freund, der eine Gloria Klassik 238 besitzt; diese Orgel klang bemerkenswert anders als meine vormalige Gloria.
Intonation auf den je persönlichen Geschmack hin, das ist das A und O.

Bin umso gespannter, die neue Vivaldi (hoffentlich bald) live zu hören.


Gloria Concerto 234 Trend DLX

 Antworten

 Beitrag melden
15.01.2012 13:48
avatar  ( gelöscht )
#15 RE: Johannus präsentiert die neue Vivaldi
Gast
( gelöscht )

Ich frage mich, ob wohl jemand die original ACC von St. Sulpice, Paris für 10.000,- € kaufen würde, wenn er sie vom Hersteller als Werbeaufnahme in minderer mp3-Qualität auf YouTube präsentiert bekommt ?!
Den Spaß würde ich mir gerne mal erlauben und dann Eure Kommentare dazu hören

Meiner Meinung nach ist dieses Medium überhaupt gar nicht in der Lage und dazu gedacht Originalklänge zu vergleichen! Eher dazu, mal per WebCam ein paar Schnappschüsse oder Erinnerungs-Movies der gierigen Internetcommunity vor die Füße zu werfen. Inwieweit sich ein renommierter Hersteller überhaupt auf dieses Niveau begeben sollte wäre erst mal grundsätzlich zu untersuchen.

Der Standard bei Hauptwerksamples bewegt sich im Bereich 24-bit und 48kHz oder mehr. Bei Digitalorgeln werden sehr häufig Multikanalabstrahlungen eingesetzt. Die Aufnahmen die in YouTube präsentiert werden haben dann je nach verwendeter Aufnahme- und Weiterverarbeitungs-Technik vielleicht nur noch 12-Bit und 8kHz vielleicht sogar Mono - man weiß das ja in der Regel gar nicht! Wie soll da der Klang des "Originalobjektes" wohl bewertbar sein?

Man kann noch einigermaßen ein Sägezahnsignal von einem Sinussignal unterscheiden, was dann eher angenehmer klingt und nicht ganz so in den Ohren kratzt. Die HW-Aufnahmen sind überwiegend in "Sinusqualität" und die DO-Aufnahmen leider zu oft in der "Sägezahnqualität" vorhanden. Dies liegt sicher daran, daß Hauptwerk meist mit dem integrierten Recorder aufgenommen wird und DO doch eher von Laien mit dem Handy, wie zuvor hier schon richtig festgestellt wurde.

Gruß Michael


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!