St. Ulrich in St. Peter Ordingen

14.08.2022 11:19
#1 St. Ulrich in St. Peter Ordingen
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Liebe Orgelfreunde,

eben sah und hörte ich im Fernsehen (ZDF) den katholischen Gottesdienst aus St. Ulrich in St. Peter Ordingen.
Ein sehr schönes und mehrzweckliches Kirchengebäude war der Übertragungsort. Auch die musikalische Ausgestaltung hatte hohes Niveau. Nirgendwo aber waren Orgelpfeifen zu sehen, lediglich ein Spieltisch mit zwei Manualen und Pedal, der fleißig und gekonnt traktiert wurde.
Ob wohl jemand von Euch weiß, welche Orgel (Firma) dort zu hören ist?

Noch einen schönen Sonntag wünscht
Orgelditi


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14.08.2022 12:34
#2 RE: St. Ulrich in St. Peter Ordingen
tr

Hallo Orgelditi,

dort steht definitiv eine Digitalorgel. Es gibt eine 3D-Ansicht des Innenraumes auf der Webseite der Kirchengemeinde (ganz nach unten scrollen). Leider ist der Spieltisch nur von hinten und schräg oben zu sehen. Über der Eingangstür sind die mutmaßlichen Orgellautsprecher zu erkennen.

Viele Grüße
Trompetendulzian


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14.08.2022 15:22
avatar  SJL
#3 RE: St. Ulrich in St. Peter Ordingen
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SJL

In der genannten 3D-Ansicht des Innenraums kann man auf der Gehäuse-Oberseite runde Auslässe für die Hochtöner erkennen. Das kenne ich von Ahlborn-Instrumenten.


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14.08.2022 16:47
#4 RE: St. Ulrich in St. Peter Ordingen
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Auch die Lautsprecherblenden lassen eindeutig auf Ahlborn schließen


Gloria Nobilis 352

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14.08.2022 18:20
#5 RE: St. Ulrich in St. Peter Ordingen
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Vielen Dank für die Antworten.
Es wird dann wohl doch eine Ahlborn sein.
Die Zungenstimmen klangen sehr "digital".

Harzliche Grüße
Orgelditi

PS
Meine ungewöhnliche Schreibweise des Ortsnamen hat wohl die Hitze hier in der Bodenkammer (28° C) verursacht - Pardon.


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14.08.2022 22:34
#6 RE: St. Ulrich in St. Peter Ordingen
cl

Die Meßübertragung sah ich auch. Das Instrument ist eindeutig Ahlborn-Galanti aus der Hymnus- oder SL-reihe. Die Intonation müßte man allerdings vor Ort im Raum abhören. Die ZDF-Tontechniker neigen nicht dazu auf den originalen Orgelklang auszupegeln.

Liebe Grüße vom Clemens

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15.08.2022 17:55
#7 RE: St. Ulrich in St. Peter Ordingen
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Ja, lieber Clemens,

mir fällt schon länger bei solchen kirchlichen Übertragungen auf, dass die Tonregie öfters recht
unprofessionell ist. Das erlaube ich mir auch als Laie zu sagen, da besonders ungeschickte tonliche Aus- und Einblendungen sehr ärgerlich sind. Auch Mischungen sind oft unbefriedigend.

Harzlich
Orgelditi


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15.08.2022 19:15 (zuletzt bearbeitet: 15.08.2022 19:16)
avatar  SJL
#8 RE: St. Ulrich in St. Peter Ordingen
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SJL

Ich habe selbst schon einige Fernsehgottesdienste mitgestaltet und kann das leider bestätigen. Die Raumakustik war meistens total futsch und Sänger und Orgeln klangen nach Schuhkarton. Das ist insbesondere ärgerlich, weil man sich von der Artikulation ja an einen großen Raum anpasst. Das dann aber ohne Hall übertragen klingt einfach bescheiden.

Das ist zwar etliche Jahre her, aber die Erinnerungen sind noch recht präsent.


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15.08.2022 19:47
#9 RE: St. Ulrich in St. Peter Ordingen
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Moderator

Ceterum censeo: Beim Fernsehen ist das BILD entscheidend. Wer kein Augenmensch, sondern ein Ohrenmensch ist, hat keine Chance. Man muss nur mal das Bild wegschalten, um zu erkennen, wie grottig der Ton ist. Das ist weit jenseits aller audiophilen Qualität. Das liegt u.a. daran, dass auch öffentlich-rechtliche Fernsender solche Aufzeichnungen nicht mehr selber machen, sondern sie an eine Produktionsfirma oder an freie Mitarbeiter vergeben. Da ist derselbe Tonmeister dann für Gottesdienstübertragungen, Rockkonzerte und Fußballspiele zuständig.
Im Sender, in dem ich gearbeitet habe, hatten wir für Gottesdienst-Aufzeichnungen einen fallweise verpflichteten freien Tonmeister, der selber Kirchenmusik studiert hatte. Er wusste, wie man eine Orgel ordentlich mikrophoniert. Da kamen dann, gute Musiker vorausgesetzt, sehr gute Ergebnisse heraus. Ich denke gern an eine Aufnahme in Giengen an der Brenz zurück, als Christian Barthen ein gottesdienstliches Spiel vom Allerfeinsten hinlegte und zum Schluß einen CD-reifen Reger spielte. Auch der Chor von Dörte Packeiser war hervorragend präpariert.
Die Regel waren allerdings Betsäle von Landeskirchlichen Gemeinschaften oder Freikirchen mit elender Akustik, verstimmten Klavieren, krawalligen Kirchenbands und scharfen, ungeübten Stimmen an übersteuerten Mikrophonen. Der Tontechniker, der daraus einen halbwegs brauchbaren Stereo-Ton für die Radiofassung machen musste, bezog mindestens die Hälfte seines Gehaltes als Schmerzensgeld.

LG
Michael


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