Rodgers 500-er

  • Seite 1 von 2
20.05.2011 23:21
avatar  PeterW
#1 RE: Rodgers 500-er
avatar
+ 12.1.2018

Mancher mag sie schon gesichtet haben: Die neue "kleine" von Rodgers.

Wenn man dann noch den Eindruck hat, das Kind der Tochter gleiche dem der Mutter, so ist das nur ein wenig richtig, aber eben nicht so ganz.
Bei immerhin stolzen 5,5 T€ Preisunterschied zwischen der Roland C-380 und der Rodgers 558 sollte die Rodgers bei identischem Innenleben - bis auf Verstärkung und Abstrahlung - noch etwas mehr zu bieten haben als nur ein anderes Label in Messing.
Als da wäre:

  • etwas größerer, massiverer (Gesamtgewicht: 192 kg gegenüber 85 kg) und höherwertiger Spieltisch in "Rodgers Finish (Medium Oak)" mit Metallschweller;[/*]
  • Performance Touch Klaviaturen mit längeren Tastenhebeln und Ivory-Feel-Oberflächen, (Druckunktsimulation mit C-Serie identisch);[/*]
  • bessere interne Klangabstrahlung mit größeren Woofern und höherer Leistung, d. h. kein Bedarf mehr für externe Audioerweiterungen für den Heimorganisten (= "wumms", © Laurie);[/*]
  • 32-er Pedale, AGO oder BDO, massiv, schwer, angebl. "unkaputtbar" mit magnetgesteuerten Reed-Kontakten (wie in Masterpiece);[/*]
  • astronomische Garantiezeiten.[/*]

Beim Sprung von der Rodgers 558 zur echtholzfurnierten, ansonsten identischen 568 ist man mit noch einmal knappen 4 T€ dabei.

Damit positioniert sich m. E. die 500-er Rodgers relativ deutlich für den kirchlichen/konzertanten Bereich, während die Roland C-3x0 - wenn man es klanglich ganz fein haben will: mit einer 5.1-Teufel oder vergleicharem - dem häuslichen Bereich zuzuordnen ist. wenn auch die Trennung fallweise nicht so streng zu sehen sein wird.


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 23:29
#2 RE: Rodgers 500-er
avatar
Administrator

Nun wird mir auch klar, warum die Ivory-Feel-Tastaturen für die beiden Rolands nicht angeboten wurden; irgendwo muss sich die keineswegs geringe Preisdifferenz ja niederschlagen.
Dennoch finde ich die eingeschlagene Richtung aber sehr spannend und zukunftsfähig: Nicht mehr der Klang, sondern der eine oder andere Luxus am Spieltisch (oder in der Abstrahlung) definieren hier die Unterschiede. Johannus, Viscount & Co.: Bitte nachmachen!

Den Unterschied zwischen der Rodgers 558 und der 568 verstehe ich noch nicht so ganz:

Zitat von PeterW
Sprung von der Rodgers 558 zur echtholzfurnierten, ansonsten identischen 568


Hm? Was ist denn das Rodgers Finish der 558? Laminat?


Gloria Concerto 234 Trend DLX

 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 23:37
avatar  PeterW
#3 RE: Rodgers 500-er
avatar
+ 12.1.2018

Zitat von Gemshorn
Hm? Was ist denn das Rodgers Finish der 558? Laminat?

K.e.i.n Echtholzfurnier :-S


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 23:38
#4 RE: Rodgers 500-er
avatar
Administrator

Nicht? Das finde ich in dieser Preisregion aber ein wenig unangemessen.
Weiß jemand mehr über die Beschaffenheit dieses ominösen "Rodgers Finish"? :help:
Aussehen tut's ja soweit sehr gut:

(Quelle: http://www.rodgersinstruments.com)


Gloria Concerto 234 Trend DLX

 Antworten

 Beitrag melden
24.05.2011 20:06
avatar  Dieter Schuster ( gelöscht )
#5 RE: Rodgers 500-er
Di
Dieter Schuster ( gelöscht )

Zitat von Gemshorn
Nicht? Das finde ich in dieser Preisregion aber ein wenig unangemessen.
Weiß jemand mehr über die Beschaffenheit dieses ominösen "Rodgers Finish"? :help:



Ja, ich... [wink]

Das 558 Finish ist ein 'Deluxe' Laminat. Wüsste man's nicht besser, würde man es mit einiger Wahrscheinlichkeit für ein Holzfurnier halten.
Der Rolldeckel hat Kunststofflamellen, die 568 hat dagegen einen Holz-Rolldeckel.

Viele Grüße
Dieter Schuster


 Antworten

 Beitrag melden
24.05.2011 20:10
#6 RE: Rodgers 500-er
avatar
Administrator

Was täten wir ohne unsere Insider! [wink]

Hm, ich wünsch mir dieses Deluxe-Laminat auch für andere Marken. Meine Anfrage an Viscount, ob man dort gedenke, die Laminatmodelle auch mal in Eiche mittel anzubieten wurde in gewohnter Weise mit einer Antwort bedacht, die gar nicht zu meiner Frage passte. Man erklärte mir, welche Modelle es derzeit gibt und mit welchem Finish sie aktuell ausgestattet sind. Naja, was hab ich erwartet... [sad]


Gloria Concerto 234 Trend DLX

 Antworten

 Beitrag melden
30.07.2011 01:33
avatar  PeterW
#7 RE: Rodgers 500-er
avatar
+ 12.1.2018

Von Rodgers gibt es nun auch die 578 (in Eiche-Furnier) als drittes Model nach 558 (Laminat) und 568 (Eiche-Furnier):

  • HW: zusätzlich 1 Register -- Rohrflöte 4' - Open Flute 4' - Lieblichflöte 4' - Kleine Gedackt 4'[/*]
  • SW: zusätzlich 1 Register -- Bassoon 16' - Contra Trompette 16' - Bombarde 16' - Dulzian 16'[/*]
  • "Hymn Player with 350 most common hymn tunes" ... hm, na ja... rgel: [/*]
  • 2 Schweller (HW+Ped und SW)[/*]
  • Crescendo-Pedal[/*]

Auf der Abbildung sind Fußpistons zu erkennen [grin]
Ansonsten scheint auf den ersten Blick alles andere baugleich mit 558 und 568 zu sein.

http://www.rodgersinstruments.com/organ578


 Antworten

 Beitrag melden
30.07.2011 06:57
#8 RE: Rodgers 500-er
avatar
Administrator

Rodgers macht ziemlich feine Abstufungen zwischen den Modellen, wenn ich mir das so ansehe: Pro Manual nur 1 zusätzliches Register. Der Hymn-Player ist wohl mehr als redundant, außer man will den Organisten gleich mit einsparen. [grin]

Und du, PeterW, könntest bei diesem Modell wohl statt des Crescendo-Pedals die schon oft gewünschte Walze einbauen lassen.


Gloria Concerto 234 Trend DLX

 Antworten

 Beitrag melden
30.07.2011 09:04
avatar  PeterW
#9 RE: Rodgers 500-er
avatar
+ 12.1.2018

Zitat von Gemshorn
Und du, PeterW, könntest bei diesem Modell wohl statt des Crescendo-Pedals die schon oft gewünschte Walze einbauen lassen.


Das würde ich wohl nicht tun. [smile]
Bei der komfortablen Setzer-Ausstattung wird die Walze sehr gut durch den Setzer-Sequenzer ersetzt - für die paar wenigen Gelegenheiten, die man glaubt eine Walze brauchen zu müssen.
Zu den 2 x 1 Registern mehr: Auch wenn nun eine 4'-Flöte im HW vorhanden ist (Lauries Herzenswunsch), so könnte ich mit den 16'-Zungen im SW nicht viel anfangen, vom "Organisten-Roboter" mal abgesehen. Schwellbares HW+Ped empfinde ich auch als etwas unorgelig, aber die Symphoniker werden es zu schätzen wissen.


 Antworten

 Beitrag melden
30.07.2011 12:37
avatar  Anonymous ( gelöscht )
#10 RE: Rodgers 500-er
An
Anonymous ( gelöscht )

Ja, offenbar nicht nur mein "Herzenswunsch", weil ich nach zwei Wochen Spiel auf der 380 an genau diesen Stellen auch die größte Schwäche bei der 330/380 (Roland) sehe. Man ist wirklich dauernd am Verstellen des Prinzipal 4 im HW zur Flöte und die Schalmei 8 im Schwell ist in allen vier Variationen ein wenig schwach auf der Brust (man könnte auch sagen, es ist das Register, an dem man mit der Nachintonation dringend beginnen müsste - fehlt mir nur die Zeit). Das war mir übrigens schon beim Probespiel immer aufgefallen. So gut alle anderen Register sind, aber da waren die japanischen Intonateure dann irgendwie nicht so dabei.

Ein englisch/amerikanisches Schwellwerk hat einfach Zungen 16 8 4. Da ist die Ergänzung um Zunge 16 sinnvoll. Seien wir ehrlich Zunge 4 ist sowieso nur Gequäke, dafür kann man auch eine Stimme aus der User-Palette nehmen. Aber Zunge 16 kann man oktaviert auch solistisch verwenden und das macht sie dann doch sehr interessant... Dafuer:


Wie dem auch sei, die 380 ist und bleibt trotzdem eine sehr, sehr gute Orgel. Wer wirklich glaubwürdig - und nicht durch eine etwas verzerrte Wahrnehmung innerhalb einer westeuropäischen Orgellandschaft "verwässerten" - Orgelklang auch der Engländer und Amis in seiner Orgel haben will, der landet hier ein unglaubliches Schnäppchen - jedenfalls im Vergleich zu dem, was es in dieser Hinsicht sonst auf dem Markt gibt und was man dafür in gleichwertiger Qualität sonst bezahlen müsste!!


 Antworten

 Beitrag melden
31.07.2011 01:14
avatar  Dieter Schuster ( gelöscht )
#11 RE: Rodgers 500-er
Di
Dieter Schuster ( gelöscht )

Hallo zusammen,

PeterW's ,Mehrwertbeschreibung‘ zu der neuen Rodgers 578 ist völlig richtig aber bei Weitem nicht vollständig - das ist aber auch kein Wunder, denn selbst auf der Rodgers US Webseite ist die Modellbeschreibung alles andere als komplett.

Hier deshalb die wesentlichen Unterschiede zu den bereits erhältlichen Modellen 558 und 568:

    • Weit höhere Polyphonie durch Einsatz von mehr ‚S-Boards‘ – damit ist der durchgängige Einsatz der Stereo PDI Technologie für sämtliche Register möglich (zwei Tongeneratoren pro Einzelton mit &sbquoDimensional Sound Modeling&lsquo
    • Vier direkt wählbare ‚Organ Styles‘ - nicht zu verwechseln mit ‚Barock‘-, oder ‚Romantik‘ Variationen anderer Hersteller: Hier können JEDE beliebigen, individuellen Kombinationen aus allen Registern der vier Voice Palettes sowie zusätzlich die für eine stilistisch schlüssige Gesamtdisposition wichtigen USER Stimmen gespeichert und aufgerufen werden (Stichwort ‚Werksaufbau, Gewichtung der Fußlagen pro Werk usw.)!
    • Gegenüber den Modellen 558/568 und der Roland Classic C-Serie nochmals wesentlich erweiterte Intonationswerkzeuge und –Parameter (ca. 70 Menus/Submenus), u.a. stehen sämtliche Parameter jetzt auch auf Rank- UND Einzeltonbasis zur Verfügung, erweiterter PDI Modus usw.
    • 2 zusätzliche Register mit jeweils vier eigenständigen Samples
    • Drei Schweller inkl. Registercrescendo
    • 10 frei programmierbare/belegbare Fußpistons
    • Serienmäßiges Audio Interface mit erweiterten Audio Optionen (bis zu 10 eigenständige externe Audiokanäle)
    • außerdem…
    Spieltisch- und Pedalbeleuchtung (Power LEDs), mehr Daumenpistons, Pfeifeninterface mit Auto Tune Funktion, Hymn Player mit 350 gespeicherten Stücken sowie 40 Demo Songs (mit ‚Practice Mode&lsquo u.a.


Zum Hymn Player noch ein paar Details:
Die 350 ,Songs‘ haben jeweils ein ,Intro‘ und einen ,Verse‘. Beim Abspielen kann die Anzahl der Verse durch entsprechend mehrmaliges Betätigen des Play Buttons bestimmt werden. Songtempo und Tonart (Transpose) sind leicht/direkt änderbar. Zum schnellen und gezielten Direktzugriff auf einen bestimmten Song kann man die Generalsetzer-Pistons verwenden (SET halten und mit den Setzerbuttons die 3-stellige Songnummer eingeben... - clever, oder...?).
Und für Laurie Phelps... [wink] - Mit dem ,practice assistant‘ wird die Melodiestimme eines Songs abgeschaltet - damit kann dann auch der weniger orgelerfahrene Klavierspieler ,mitorgeln‘ und muss keineswegs nur Songs auswählen und Start/Stop Buttons drücken. Oh ja... - er kann jeden Vers sogar ,on the fly‘ mit einer neuen Registrierung veredeln, denn jeder Song hat seine eigenen Setzerkombinationen [wink]

Ich war nach den ersten Vorab-Meldungen aus den USA zunächst auch skeptisch (hey, nur zwei zusätzliche Register...?), konnte die fertige Orgel dann aber Mitte Juni in einer Kirche während eines Händlermeetings hören - und war richtig ,von den Socken‘. Besonders der durchgängige PDI Modus Dank der höheren Polyphonie macht die Orgel klanglich wirklich 'groß' und räumlich, gleichzeitig transparent und fein balanciert.

Und schließlich - ALLE aus der C-Serie bzw. der Rodgers 558/568 bekannten Intonationsparameter (sowie zusätzlich noch ein paar neue/weitere Intonationswerkzeuge...) auch auf Einzeltonebene verfügbar zu haben, ist in der Praxis ein weiteres, nicht zu unterschätzendes ,Highlight‘!

Viele Grüße
Dieter Schuster


 Antworten

 Beitrag melden
31.07.2011 17:14
avatar  PeterW
#12 RE: Rodgers 500-er
avatar
+ 12.1.2018

Lieber Herr Schuster,
vielen herzlichen Dank für Ihre erhellenden Ergänzungen.

Zitat von Dieter Schuster
(...) selbst auf der Rodgers US Webseite ist die Modellbeschreibung alles andere als komplett.

Selbst wenn ... hm - sagen wir mal - sparsame PR zum Understatement des Hauses Roland/Rodgers gehört, so kann man es mit Zurückhaltung auch ein bißchen übertreiben. Aus einem Underdog muß keine Undermouse werden, die inmitten der Mitbewerber beinahe um Vergebung bittet, daß sie auch auf der Welt ist.
Das was man hat, sollte schon vorgezeigt werden.
Was spräche denn dagegen, sogar komplette Handbücher zu den Modellen auf die Webseite(n) zu stellen?

Die für uns neuen Optionen und Features sind natürlich bestechend.

  • Weit höhere Polyphonie [...] – damit ist der durchgängige Einsatz der Stereo PDI Technologie für sämtliche Register möglich (zwei Tongeneratoren pro Einzelton mit &sbquoDimensional Sound Modeling&lsquo
    Das erscheint wie der Beginn des "Durchreichen" einer völlig neuen Technologie im Hause Rodgers von unten bis ganz nach oben in die "multimanuale Welt" – und damit eine künftige Restrukturierung der Rodgers-Modellpalette (wenn ich hier nicht ganz daneben spekuliere).[/*]
  • Gegenüber den Modellen 558/568 und der Roland Classic C-Serie nochmals wesentlich erweiterte Intonationswerkzeuge und -Parameter (ca. 70 Menus/Submenus), u.a. stehen sämtliche Parameter jetzt auch auf Rank- UND Einzeltonbasis zur Verfügung, erweiterter PDI Modus usw.
    Das ist kein Kleckern mehr, sondern Klotzen, auch wenn ich Gemshörnchen dabei Kopfschmerzen bekommen sehe *feix*.
    Offensichtlich nähern wir uns mit großen Schritten mit der Kombination Sample + Modelling deutlich einer pfeifenorgelrealistischen Situation, die den DO immer wieder – aus welchen Motiven auch immer, allerdings oft auch gerechterweise – abgesprochen wird.[/*]
  • 10 frei programmierbare/belegbare Fußpistons
    Erst gar keine, nun wieder gleich 10 :-S [/*]

Zitat von Dieter Schuster
Ich war nach den ersten Vorab-Meldungen aus den USA zunächst auch skeptisch (hey, nur zwei zusätzliche Register...?), konnte die fertige Orgel dann aber Mitte Juni in einer Kirche während eines Händlermeetings hören – und war richtig 'von den Socken'. Besonders der durchgängige PDI Modus Dank der höheren Polyphonie macht die Orgel klanglich wirklich 'groß' und räumlich, gleichzeitig transparent und fein balanciert.

Damit erweist sich – entgegen meiner/unserer ersten Annahme – die 578 nicht nur für die US-Landschaft als passend, sondern dürfte auch in der alten Welt von England, Frankreich, Nord- und SüDdeutschland bis Italien auf Grund der Anpassungsfähigkeit die Karten neu mischen – vorausgesetzt: Mensch weiß davon, womöglich über umfassende Webseiten.


 Antworten

 Beitrag melden
31.07.2011 23:25
avatar  Anonymous ( gelöscht )
#13 RE: Rodgers 500-er
An
Anonymous ( gelöscht )

Ich schiebe hier auch nochmal einen kleinen Eindruck von der 380 ein: was da aus den Lautsprechern rauskommt ist schlicht sagenhaft! Auch muss man es Roland erstmal nachmachen, dass der Kopfhörer-Eindruck praktisch identisch ist mit dem, was aus den Lautsprechern kommt. Und ich kann Peter W nur zustimmen: es ist gräßlich schade, dass schon die 330/380 so flau beworben werden. Ohne den Austausch im Forum und Input auch von Dieter Schuster hätte ich diese Orgel nicht. Ich hätte sie übersehen und hätte das Modell nach dem ersten Eindruck bei der Vorführung und beim Selbstspielen ganz schnell abgehakt. Die Wende brachte eigentlich erst die Orgel mit einer billigen Zusatzabstrahlung und Subwoofer zu hören. Die kleinen Satellitenlautsprecher bieten das ja schon für das Schwellwerk.

Für eine große Abhandlung reichte es her nicht. Fazit zum Thema: die neue Roland-Rodgers Generation ist ohne Wenn und Aber der neue klangliche Maßstab und auch die Benchmark für das, was Intonieren sein kann! Hier wünsche ich Roland nun wirklich erheblich mehr PR und auch dazu, die Orgel wirklich einigermaßen vorintoniert und vor allem mit eingeschaltetem PDI für die wichtigsten Register auszuliefern. Das muss man in YouTube-Videos sehen können und hören!

In der gesamten Anleitung steht von den Onboard-Inonationsmöglichkeiten keine Silbe!! Das ist verständlich, weil der Laie damit wahrhaftig größtmöglichen Schaden anrichten kann (und mancher Händler möglicherweise schon angerichtet hat). Aber solange es keinen Hinweis gibt, dass die Orgel zumindest von einem Fachmann (aber wie wird der ausgebildet?) intoniert werden kann, wird der Preis ein Hemmnis bleiben. Erst wenn man diese inneren Werte kennt, wird er gerechtfertigt. Und das gilt erst recht für die teureren Rogdersmodelle.


 Antworten

 Beitrag melden
01.08.2011 03:15
avatar  Dieter Schuster ( gelöscht )
#14 RE: Rodgers 500-er
Di
Dieter Schuster ( gelöscht )

PeterW und Laurie Phelps haben im Grunde Recht: Beide Baureihen (Roland Classic C- und Rodgers 500-Serie) verdienen durchaus noch mehr 'Öffentlichkeitspräsenz'.

Wir haben damit schwerpunktmäßig zunächst auf der Händlerebene begonnen (z.B. mit Vorortpräsentationen oder kooperativen Vorführungen in Kirchen), denn speziell bei den Roland Classic Instrumenten ist ja der Fachhandel der 'Multiplikator'. Parallel dazu werben wir natürlich auch kontinuierlich in den einschlägigen Medien (einschließlich einer eigenen Rodgers und Roland Classic Webseite), und sind fast überall dort vertreten, wo das Thema Orgel in der Öffentlichkeit vorkommt - einschließlich auf der Musikmesse in Frankfurt, wo wir ja seit nun zwei Jahren als Aussteller quasi 'Solisten' sind, bei OKEY Live, auf der GLORIA oder den Tagen alter Musik. Tatsächlich haben sich die zweimanualigen C-Modelle denn auch zu den bisher meistverkauften Orgeln in der Historie der Instrumente in einer 'moderaten' Preisklasse entwickelt (das schließt die früheren kleinen Rodgers Modelle europäischen Ursprungs ein).

Richtig ist aber, das dies noch nicht genug ist und dass wir die Highlights und exklusiven Vorzüge dieser Instrumente noch besser und klarer darstellen, verständlich/anschaulich erläutern müssen. Aber daran arbeiten wir. Klar ist auch, dass wir mit alternativen Stop Setups und Voicings auch im eigenen Interesse in der Bringschuld sind und dass dies ein durchaus wichtiger wenn nicht gar zwingend notwendiger Service sein wird. Dies gilt auch für eine ausführlichere Dokumentation der für den Normalverbraucher 'versteckten' Parameter für Audio Setup/Routing, Intonation usw.

@Laurie Phelps: Die Einwände bezüglich der 4' Prinzipal/Flöten Gewichtung kann ich nicht ganz nachvollziehen: Zwei der drei Voice Palette Stimmen hinter der Octava 4 sind prinzipalisch und deutlich differenziert, und mit der buttwerweich-singenden Flute a Bec lassen sich herrliche 4' Schwebungen in unterschiedlicher Kombination mit den vier 4' Flöten kreieren. Im Zweifel gibts dann auch immer noch ein weiteres eigenständiges 4' Prinzipalregister in der USER Datenbank - welche Farbe fehlt hier noch...?

Bei den Zungen ist es immer ein anspruchsvolles Unterfangen, allen Regionen dieser Welt Rechnung zu tragen - da wird z.B. mancher Deutsche oder Franzose über die Belegung der 'Hauptregister' meckern, dann aber 'seine' Wunsch-Stimme in der Voice Palette oder in der Registerdatenbank finden und per Stimmentausch, Intonation und Speicherung als 'Default Stop' zu 'seinem' Hauptregister machen, was ja sehr einfach möglich ist (bei der Rodgers 578 gleich in 4-facher Ausführung im direkten Zugriff, ohne ein Register Setup neu laden zu müssen).

Und was die Zukunft bzw. die inzwischen erreichte klanglich-qualitative Nähe zu den 'großen' Rodgers Orgeln anbelangt: In diesem konkreten Fall haben Roland/Rodgers neue Standards und Features 'von unten nach oben' eingeführt. Ganz klar, dass sich all diese Innovationen (und mehr) früher oder später auch 'weiter oben' wiederfinden werden. Wobei ja auch zu diesem heutigen Zeitpunkt die kleinere und größere Serie nach wie vor ganz unterschiedliche Ansätze verfolgen (500er Baureihe: Standardspezifikationen - Masterpiece: Völlig individuell konfigurierbare Orgeln auf unverändert weit höherem Material-Level und einer gänzlich unterschiedlichen, aufwändigeren und 'offenen' digitalen Plattform). So - jetzt muss ich aber an den neuen und laaaangen Samples (in einer etwas 'anderen' Struktur als bisher üblich... ) weiter arbeiten, damit ich nicht in Zeitverzug komme... *wo gibts hier das Smilie mit der dunklen Sonnenbrille....??*

Viele Grüße
Dieter Schuster


 Antworten

 Beitrag melden
01.08.2011 10:30
avatar  PeterW
#15 RE: Rodgers 500-er
avatar
+ 12.1.2018

Zitat von Dieter Schuster
[...] denn speziell bei den Roland Classic Instrumenten ist ja der Fachhandel der 'Multiplikator'.

... und unser Forum

Zu Lauries Kritik an der Disposition: Offen gestanden kann ich die Vorbehalte auch nicht so ganz nachvollziehen. An Opulenz läßt die Dispo der 578 m. E. nichts zu wünschen übrig. Dabei erscheint auch die "horizontale" Zuordnung – "Engraved Stop" und Voice Paletten – der einzelnen Register in den jeweiligen Fußlagen als sinnvoll ausgewogen und am Praxisbedarf orientiert, weil kaum jemand auf die Idee kommt, zwei Register einer Ebene gleichzeitig ziehen zu wollen – und wenn doch jemanden der Hafer sticht, dann stehen die USER Voices zur Verfügung.

So, und nun gehört die 578 auch auf die deutschsprachigen Websites! - samt komplettem Handbuch als PDF und Ausstattungsoptionen (z. B. Verfügbarkeit eines BDO- [Parallel-] Pedals u. v. a. m.).


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!