#1 RE: Monarke van Rhijn von Ebi 09.05.2016 21:10

Hallo zusammen
Falls jemand auf der Suche nach einer Monarke sein sollte, dann ist dieses Angebot sicher prüfenswert:

http://www.marktplaats.nl/a/muziek-en-in...previousPage=lr

Ich finde den Preis ausgesprochen attraktiv und der Klang der Orgel ist es wahrscheinlich ebenso...

#2 RE: Monarke van Rhijn von Gemshorn 09.05.2016 21:17

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Oh mein Gott...
Das ist ja glatt geschenkt! Ich will das Ding haben!

#3 RE: Monarke van Rhijn von Wichernkantor 09.05.2016 21:19

Lecker! Man müsste das Herstellungsjahr wissen.
Bei unseren Nachbarn im Nordwesten scheint es einen ziemlich lebendigen Gebraucht-Orgelmarkt zu geben ...

LG
Michael

#4 RE: Monarke van Rhijn von Machthorn 09.05.2016 22:08

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Sehr hübsch! Die Disposition finde ich verblüffend klein, entspricht aber genau dem, was ich als Minimum haben wollen würde. Jetzt noch das Geld und den Platz haben...

#5 RE: Monarke van Rhijn von Martin78 09.05.2016 22:27

Ja, die Dispo ist gar nicht so unclever. Auf Knopfdruck müsste noch die Hobo und eine der Gamben zu Krummhorn bzw. Quintadena umschaltbar sein, dann wäre die echt vielseitig einsetzbar - mehr müsste es für eine kleine Dorfkirche eigentlich nicht sein.

Zu diesem Preis dürfte die Orgel schnell weg sein, selbst wenn sie 8 Jahre auf dem Buckel hat.

#6 RE: Monarke van Rhijn von Wichernkantor 10.05.2016 06:36

Zitat von Martin78

Ja, die Dispo ist gar nicht so unclever. Auf Knopfdruck müsste noch die Hobo und eine der Gamben zu Krummhorn bzw. Quintadena umschaltbar sein, dann wäre die echt vielseitig einsetzbar - mehr müsste es für eine kleine Dorfkirche eigentlich nicht sein.

Zu diesem Preis dürfte die Orgel schnell weg sein, selbst wenn sie 8 Jahre auf dem Buckel hat.



Jo, nach so einer Dorforgel würde sich mancher Kollege die Finger lecken, der auf irgendeinem pneumatischen Minimalhobel herumreiten muss ...
Da geht jede Menge - einschließlich Mendelssohn und Nachfolgern wie Rheinberger etc.

Selbst wenn sie schnell weg sein sollte: Es lohnt sich offenbar, den Markt in den NL zu beobachten, wenn man etwas Gebrauchtes sucht.

LG
Michael

#7 RE: Monarke van Rhijn von SJL 10.05.2016 06:57

Ja, sie ist sehr nett. Sie hat allerdings die bei kleineren Orgeln leider recht oft anzutreffende "Unart" der fehlenden 4' Flöte im HW. So ist die Rohrflöte 8' für die Begleitung der div. SW-Solokombinationen i.d.R. etwas "glucksig" und die 4' Oktave ist wiederum i.d.R. viel zu laut, damit fallen viele reizvolle Optionen weg. Dies ist m.E. am falschen Ende gespart.

#8 RE: Monarke van Rhijn von Wichernkantor 10.05.2016 07:19

In PO dieser Größenordnung ist die 4'-Lage im Hw. häufig nur durch die Oktave vertreten. Da es i.d.R.Orgeln in kleineren Räumen sind, ist die Oktave auch nicht sooo laut. In meiner Dienstorgel habe ich auch keine 4'-Flöte im Hw, dafür eine sehr schöne im Bw. (Klar, ich habe mir inzwischen eine runde Hohlflöte 4' digital "Dazugemogelt - und die ist auch praktisch.) Man müsste es halt anhören.
Rohrflöten 4' sind oft entbehrlich - wenn denn gespart werden muss.

LG
Michael

#9 RE: Monarke van Rhijn von Martin78 10.05.2016 07:49

Zitat von SJL

So ist die Rohrflöte 8' für die Begleitung der div. SW-Solokombinationen i.d.R. etwas "glucksig" und die 4' Oktave ist wiederum i.d.R. viel zu laut, damit fallen viele reizvolle Optionen weg. Dies ist m.E. am falschen Ende gespart.


Ich verstehe deine Kritik, aber wird die zu glucksige (d.h. aufdringliche) Rohrflöte weniger aufdringlich, wenn man sie mit einem 4' verstärkt? Andererseits hat man durch den 4' in Tiefoktavierung natürlich ein weiteres Begleitregister.

#10 RE: Monarke van Rhijn von Wichernkantor 10.05.2016 08:04

Das war eine Intonationsmarotte im neobarocken Orgelbau. Wenn zur Begleitung nur ein (rohr-)flötiger 8' zur Verfügung stand (der - im Sinne Walter Suppers - zugleich oft als "Prinzipalstellvertreter" herhalten musste), bekam er etwas Strich und bisweilen überdeutlichen (glucksenden) Vorläufer, um polyphone Begleitstimmen in c.f.-Stücken zu zeichnen. Das ist ja in choralgebundener Literatur des Bach-Umfeldes ein häufiges Strickmuster.
An Denkmalinstrumenten habe ich dann beobachtet, dass die flötigen 8'er viel stiller und glatter ansprechen - in Mecklenburg fand ich Gedeckte aus dem späten 18. Jh, die hatten bereits gewölbte Oberlabien, um den Vorläufer zu unterdrücken ...
Wie gesagt, man müsste das Instrument mal hören. Und per Intonat geht da sicher eine ganze Menge in Sachen Anpassung an persönliche Vorlieben.

LG
Michael

#11 RE: Monarke van Rhijn von Machthorn 10.05.2016 09:25

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Ich glaube, das ist aber bei jeder Kleindisposition so. Irgend etwas, was man gerne hätte, fehlt. Die Frage ist dann ja, hätte man es nur gerne oder braucht man es zwingend.

#12 RE: Monarke van Rhijn von SJL 10.05.2016 13:14

Dass bei kleineren Pfeifenorgeln in Ermangelung von Platz und/oder Budget das Weglassen einer Pfeifenreihe ein einzugehender Kompromiss sein kann, ist logisch.

Mir schien es nur beim Anblick der Dispo erstmal nicht ganz nachvollziehbar, dass man bei der Konzeption einer Digitalorgel auf (m.E.) wesentliche Basisstimmen verzichtet, da das Preis-Delta ja nicht allzu signifikant sein kann.

Bin vielleicht diesbezüglich auch empfindlich, da ich mal eine Dienstorgel hatte, bei der mir das Fehlen der 4'-Flöte im HW regelmäßig Probleme bereitete, weil eben alle anderen Mischungen entweder zu laut oder zu leise waren.

Aber ihr habt Recht, man müsste es mal hören und es muss dann letztlich gefallen.

#13 RE: Monarke van Rhijn von Machthorn 10.05.2016 13:45

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Zitat
Mir schien es nur beim Anblick der Dispo erstmal nicht ganz nachvollziehbar, dass man bei der Konzeption einer Digitalorgel auf (m.E.) wesentliche Basisstimmen verzichtet, da das Preis-Delta ja nicht allzu signifikant sein kann.



Naja, bei Monarkes ist die Preisdifferenz gar nicht mal so klein. Möglicherweise diente sie bei der Dispo auch garnicht als Hausorgel sondern zur Beschallung einer kleinen Kapelle. Da sind kleine Dispositionen möglicherweise sogar sinnvoll.

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