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Freu dich, du Himmelskönigin
In einem englischen Hymnal fand ich diese Melodievariante:
image.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Interessant finde ich, dass exakt diese Version in Österreich vor Einführung des Gotteslob gesungen wurde.
Charakteristisch ist die in Vierteln (ohne Halbe am Zeilenanfang) verlaufende Melodie und der harmonische 'Ausbruch' durch das Auflösungszeichen in der zweiten Zeile. Dessen Wegfall empfand ich schon in jugendlichen Jahren als Verlust; hatte die hier gezeigte Melodie noch im gemeindlichen Gebrauch erlebt.
Dass die Zeile harmonisch etwas 'braucht', scheint auch dem Orgelsatzschreiber aus GL1975 klar gewesen zu sein, denn er baute einen Es-Dur-Akkord an jener Stelle ein, wo früher das Auflösungszeichen in der Melodie stand...
Anscheinend handelt es sich um mehr als eine bloß regionale Version. Da frage ich mich, woher die GL-Fassung (mit den Halbenoten am Beginn der Verszeilen und ohne das Auflösungszeichen) kommt - und warum diese für den deutschen Sprachraum als verbindlich erklärt wurde.
In Jacob Gippenbuschs Psalteriolum Harmonicum, Köln von 1642 ist die halbe Note am Beginn überliefert (siehe Anhang).
Allerdings auch das Erhöhungszeichen bei al-LES.
In der in deinem Dokument genammten Quelle Catholicum Hymnologium Germanicum, kann ich das Lied nicht finden. (Möglicherweise habe ich eine andere Ausgabe eingesehen)
Plz 40591
- Gippenbusch p 84-85.pdf
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