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Auftragsvergabe einst...
Ein Fund auf Facebook:
image.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Heutzutage natürlich völlig undenkbar... 
Content Cambiare Suite III mit Sweelinq
Aus Geschichte der Orgel Kirche Amsoldingen
12.12.1809 Am Kirchenrechnungstag im Wirtshaus auf der Steghalten stellte Statthalter Samuel Hirsig von Amsoldingen die Anfrage, ob es nicht zweckmässiger und erbaulicher wäre, statt unsere sehr unangenehme Kirchenmusik von 8 Blasinstrumenten, lieber eine Orgel anzuschaffen. Alle anwesenden 15 Kirchen- und Dorfvorgesetzten gaben zu, dass die Musikanten ihrer Pflicht ein schlechtes Genüge leisten, meist die Hälfte abwesend, daneben teuer bezahlt werden und ihre Musik weder schön noch erbaulich sei. Auch der Kirchengesang würde sehr vernachlässigt, so sei in der Tat die Anschaffung einer Kirchenorgel sehr wünschenswert. Einstimmig wurde die Anschaffung einer Kirchenorgel beschlossen. Auch Pfr. Johann Frank bekräftigte diese Aussagen.
1811 Aus freiwilligen Beiträgen der Gemeinden Höfen, Zwieselberg, Forst und Längenbühl, kommt die Summe von 343 Kronen zusammen. Die hohe Regierung zu Bern gibt einen Beitrag von 80 Kronen. Aus dem Kirchengut von Spendvogt Balsiger 100 Kronen.
15.12.1811 Dem Orgelmacher Weber für die Orgel und Zierraten 680 Kronen bezahlt und seinen Gehilfen 3 Kronen 5 Batzen für Kost und Logie 15 Kronen 20 Batzen. Dem Organist Beyeler den Lehrlohn für Christen Balsiger und Samuel Indermühle, 50 Kronen. Dem Wirt Hirsig für Speis und Wein bei Aufrichtung der Orgel 4 Kronen. Dem Zimmermeister Daniel Küenzi, 22 Kronen 9 Batzen. Dem Wirt Hirsig für die Orgelmacher und Zimmerleute zu bewirten., dem Krämer Christen Oesch, Kost und Losament für die Orgelmacher.
Die Ausgaben für die neue Orgel und Reparation des Chors betragen also 633 Kronen und 7 Batzen. Kirchmeyer Wenger hat also noch zu fordern die Restanz von 348 Kronen und 16 Batzen.
Diese Restanz wird auf die 212 Haushaltungen der Gemeinden verteilt (ohne Gemeinde Kienersrüte mit 9 Haushaltungen).
.....
1898 / 99 Umbau/Reparatur der Orgel durch Johann Weber (1835 – 1908), Enkel des Erbauers Johann Jakob Weber, für Fr. 350.- und 605.-, u.a. werden 2 Register (sog. Mooser- Register) aus der Orgel der Heiliggeist- Kirche Bern eingebaut.
LG
Martin
2014 - 2020 Gloria Concerto 234 DLX
2020 - 2025 Gloria Concerto 350 Trend
2025 - ......... Johannus Studio 260
#3 RE: Auftragsvergabe einst...
.... Firmen schweigen derartige Situationen i.d.R. heute höflich aus, indem sie gar nicht erst abgeben. .... Nicht immer haben Firmen freiwillig an die "Mr. 10%" direkt gezahlt.... Daß Firmen "regelrecht von OSV" ausgeblendet oder bevorzugt wurden/werden läßt sich relativ leicht nachprüfen, wenn man die Orgelgenesen im Beritt von zuständigen OSV genauer unter die Lupe nimmt.
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