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Dynamikumfang zu groß
Das Problem ist sicher bekannt: der Dynamikumfang der Orgel ist für zu Hause, wo man auch an Mitbewohner und Nachbarn denken muss, einfach zu groß (jedenfalls wenn man über Lautsprecher spielt). Stellt man die Lautstärke so hoch ein, dass auch leise Registrierungen gut hörbar sind, dann sind laute Registrierungen einfach zu laut. Umgekehrt wenn man die Lautstärke für laute Registrierungen passend herunter regelt, dann hört man von leisen Registrierungen fast nichts mehr. Ich übe deshalb eigentlich fast nur noch mit 8'-Flöten (vollere Registrierungen dann eben über Kopfhörer).
Wenn man eine gute Orgelmusik-CD über die selben Monitore abspielt, dann ist das klangliche Ergebnis sehr gut, man hört sowohl die leisen als auch die lauten Passagen sehr gut, ohne dass man Angst haben muss, die Nachbarn zu nerven. Wenn es mit einer CD-Aufnahme funktioniert, wieso nicht mit der Hauptwerksorgel? Ich denke mir, der Dynamikumfang müsste vielleicht durch einen Kompressor begrenzt werden, damit er "in kleine Räume passt". Kennt jemand eine Lösung?
#2 RE: Dynamikumfang zu groß
Ja, @Monte.
Bei Hauptwerk als (vielspurige) VSTs in einer Digital Audio Workstation (DAW)- Software kann man auf der gleichen digitalen Ebene wie die Tonerzeugung unmittelbar jede nur denkbare Klangbearbeitung (auch natürlich Kompressoren) zusammen mit Raumkorrektur-Software mit wenigen Klicks einfügen.
((Geht mit Sweelinq übrigens nicht, darum scheidet dies aus vielen Gründen
....von vornherein für jedes ernsthafte Arbeiten aus))
Ich selbst mag Kompressoren nicht so. (Hasse ich von manchem "Radio")
Ich füge ein Pedal bzw. ein Elgato Steam Deck + für die Gesamt-Hauptwerk- Audiolautstärke ein.
Dann genieße ich bei kleinen Registrierungen bei etwas aufgedrehtem Pegel die wunderschönen Pfeifenabsprachen, das Spucken, die herrlichen Vorläufertöne ......
.....und bei volleren Registrierungen geht der Maximalpegel eben etwas zurück.
(Kann man mit dem Elgato sogar automatisieren)
Ich finde diese Lösung wunderschön. 😊
(Entspricht übrigens einer fortgeschrittenen HDR-Bildaufnahme und -wiedergabe im optischen Bereich. Dort ist hell und Schatten auch so extrem. Unsere biologische Bildverarbeitung passt sich je nach Fokussieren der Augenlinsen blitzschnell automatisch an. Hellt die Schatten auf und dämpft das zu grelle Licht..... Für Fotografie und Videos hat man raffinierte "Hilfskrücken" entwickelt, die langsam richtig gut werden....z.B. auf neuen Convertible-"Laptops".....)
VG
...und wie lässt sich das bei einer gesampelten Gloria Optimus bewerkstelligen?
Nur über das Hauptmenü?:
Man sucht sich den dynamischen Mittelpunkt und hebt von da aus die Lautstärke der Register bis zum leisesten allmählich (linear oder logarithmisch?) an.
Und von diesem Mittelpunkt aus senkt man dann auch gleichartig die Lautstärke bis zum lautesten Register.
Wie findet man aber das Register für den Mittelpunkt? Nur übers Gehör? Oder sind die werkseitig eingestellten Volume-Größen ein guter Anhaltspunkt?
Harzliche Grüße
Alfred
Möchte versuchen, die Kirche im Dorf zu lassen.
Bei kleinen Registrierungen habe ich die Orgellautstärke gerne ein wenig angehoben. Dann kommen die Details der unterschiedlichen Register besser zur Geltung.
Bei vollen Registrierungen kann man die Lautstärke dagegen etwas zurückfahren, idealerweise bevor es am Spieltisch und bei den Nachbarn belästigend wird. Dazu lassen sich auch die beiden Schwellpedale der Digitalorgel herrlich nutzen.
"...und wie lässt sich das bei einer gesampelten Gloria Optimus bewerkstelligen?
Nur über das Hauptmenü?:
Man sucht sich den dynamischen Mittelpunkt und hebt von da aus die Lautstärke der Register bis zum leisesten allmählich (linear oder logarithmisch?) an.
Und von diesem Mittelpunkt aus senkt man dann auch gleichartig die Lautstärke bis zum lautesten Register.
Wie findet man aber das Register für den Mittelpunkt? Nur übers Gehör? Oder sind die werkseitig eingestellten Volume-Größen ein guter Anhaltspunkt?"
Das hatte ich also am 30. Jan. geschrieben und leider keine Antwort darauf erhalten.
Ob sich trotzdem einer von Euch erbarmt und mir kurz und bündig schreibt, dass mein Gedanke absolut nicht für die Änderung des Dynamikumfangs geignet ist und warim? Vielleicht aber auch, dass mein Vorschlag doch eine Option ist - wenn auch recht umständlich.
Ich kann ja nur schlauer werden.
Harzlich
Orgelditi
Alfred
Hallo Orgelditi,
ich erbarme mich gerne
Wenn ich dich richtig verstehe, dann schlägst du vor, in der Intonationseinstellung die leisen Register überdurchschnittlich einzupegeln, und die lauten Register wiederum unterdurchschnittlich (also tendenziell Grundregister/Flöten/Streicher stärken, aber Prinzipale/Aliquoten/Mixturen/Trompeten etc. dämpfen)? Wenn ja, dann würde man damit doch den Gesamtklang bzw. Charakter des Sample-Sets deutlich aus der Balance bringen. Oder habe ich das Konzept missverstanden?
VG
Stephan
Natürlich wird dabei die Balance der Register verändert, aber das ist bei bei der Audioausgabe unumgänglich. Damit ist bei Aufnahmen von Orgelmusik die auf CD gepresst werden ja auch immer zu rechnen, denn soweit ich weiß ist der Dynamikumfang von Orgelklängen in der Regel zu groß für CD, da wird also sicher komprimiert. Ich suche nach einer Lösungsmöglichkeit, die mit der Audioausgabe von Hauptwerk funktioniert. Optimal wäre es, wenn das in Hauptwerk integriert wäre.
Das Hauptproblem liegt vielleicht darin, dass die angehobenen leisen Register auch in einer lauten Registrierung Verwendung finden sollten, ohne hier dann die intonierte dynamische Balance zu stören. Dafür sehe ich keine Lösung. Es sei denn, eine Software wäre in der Lage, die zig Möglichkeiten zu erkennen und Physis aus dem Moment heraus entsprechende Anweisungen zu geben, die dann auch sofort umgesetzt werden könnten.
So habe ich lediglich für meine Gloria Optimus diesbezüglich nach einer Lösung gesucht und bin auf die angedachte "Kompromiss-Nachintonation" gekommen. Mit gutem Gehör und vorsichtig angewendet, auch dem Raum entsprechend, könnte ich mir damit ein akzeptables klangliches Ergebnis vorstellen.
Ob sich aber dieser enorme Zeitaufwand lohnt, kann ich nicht vorhersagen und bezweifle es fast.
Harzlich
Orgelditi
Zitat von orgelditi im Beitrag #14
So habe ich lediglich für meine Gloria Optimus diesbezüglich nach einer Lösung gesucht und bin auf die angedachte "Kompromiss-Nachintonation" gekommen. Mit gutem Gehör und vorsichtig angewendet, auch dem Raum entsprechend, könnte ich mir damit ein akzeptables klangliches Ergebnis vorstellen.
Ob sich aber dieser enorme Zeitaufwand lohnt, kann ich nicht vorhersagen und bezweifle es fast.
Ich bezweifle das sogar sehr, denn meines Erachtens schießt die vorgeschlagene Lösung auch an der Zielsetzung vorbei und macht die Orgel einfach nur dumpfer.
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