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Leichte Originalliteratur
Ich fang mal an:
Thomas Mee-Pattison: Windsor Voluntaries. 12 romantische Orgelstücke, die auch auf kleinen Orgeln klingen. Erschienen bei b-note.
Viele der barocken englischen Voluntaries sind mit wenig Übeaufwand machbar. Meist sind aber zwei Manuale nötig. Pierre Gouin hat viele davon auf imslp veröffentlicht.
Einige Namen:
Maurice Green
William Boyce
John Stanley
Georg Friedrich Händel (zugeschrieben)
John Travers
James Hook
etwas schwerer: William Russell
Was evtl mit viel wohlwollen noch gut klingen kann. Caleb Simper auch bei b-note.
Ch. G. Tag. 12 leichte Orgelstücke und eine Orgelsinfonia, auf imslp
J.C.Simon: Praeludien und Fugen
bei Schott
J.B.Peyer (auch Beyer): Praeludien und Fugen, bei Coppenrath/Carus.
Elgar: Vesper Voluntaries, erschienen bei Faber oder Carus.
So mal aus der Hüfte geschossen...
An guten, allerdings recht teuren Sammlungen sei empfohlen:
Carus:
Organo pleno, Festliche Stücke zur Eröffnung und zum Schluss.
Pastoralen I & II
Für Weihnachten eine riesige Auswahl nach Landschaften geordnet.
Freiburger Orgelbuch I & II
Leichte bis mittelschwere Literatur.
Butz:
Die Heitere Orgel
Italienische Orgelmusik
Die sehr unterhaltsamen Orgelwerke von Andreas Willscher.
Imslp
Joubert: Maitres contemporaires
Archives de l'Organiste
In beiden Sammlungen gibt es wirklich gute Sachen auf unterschiedlichen Nieveau.
Es hilft sicherlich auch einmal in die Literaturvorschläge von Michael (Wichernkantor) zu schauen. Er hat auch viel gutes dabei.
Siehe hier:
RE: Michaels Literaturliste
Plz 40591
Meine IMSLP Gottesdienstbegleiter im "normalen" Gottesdienst" ("dimanche simple") in NAK, EkiBa und RK mit kurzen freien Stücken insbesondere zu Einzug, Auszug, Gabenbereitung, Kommunion sind z.B.
L´Organiste von Cesar Franck
https://imslp.org/wiki/L%27Organiste_(Franck,_C%C3%A9sar)
L´Organiste moderne von Lefebure-Wely
L´Office Catholique
Vade-mecum
https://imslp.org/wiki/Category:Lef%C3%A...is_James_Alfred
Louis James Alfred Lefebure-Wely war 1869 der "OpernOrganist" in Paris Saint-Sulpice und die vorgenannten Stücke sind mit wenig Aufwand machbar und vielseitig einsetzbar.
Michael
#4 RE: Leichte Originalliteratur
Mit Gewinn nutze ich diese Sammlung:
Hans-Peter Braun, "Orgel spielen mit Hand und Fuss"
Sammlung internationaler Orgelmusik für Unterricht und Gottesdienst. Von sehr leicht bis mittelschwer.
Erschienen in 14 Heften bei Edition Strube, die man geschlossen im Pack oder einzeln beziehen kann
geordnet nach Freie Stücke manualiter/Freie Stücke pedaliter/Liedearbeitungen manualiter und pedaliter; diese wieder aufgeschlüsselt nach Schwierigkeitsgraden 1-6.
Ein komplettes Inhaltsverzeichnis mit Register bietet Heft 14.
Näheres dazu siehe
https://www.strube.de/produkt/orgel-spie...-hand-und-fuss/
https://www.hans-peter-braun.de/home/kom...onen-werkliste/
Zu empfehlen ist auch die in 3 Bänden bei Bärenreiter erschienene Sammlung "Sonntags Orgel" - Leichte Orgelmusik für Gottesdienst und Unterricht, herausgegeben von Armin Kircher und Marius Schwemmer
BA 9287: Band I Festliches-Fuge-Trio
BA 9288: Band II Meditatives-Pastorale
BA 11206: Band III Liedbearbeitungen
Wer auf die englische "Neo-Romantik" steht....
Kevin Mayhew
Mostly Manuals I&II
The Organist's liturgical year
Bei OUP gibt es auch relativ leichte, moderne Stücke in etwas "herberer" Tonsprache.
Early English Organ music for Manuals ist auch gut zu machen.
Zitat von Positiv im Beitrag #3
Meine IMSLP Gottesdienstbegleiter im "normalen" Gottesdienst" ("dimanche simple") in NAK, EkiBa und RK mit kurzen freien Stücken insbesondere zu Einzug, Auszug, Gabenbereitung, Kommunion sind z.B.
L´Organiste von Cesar Franck
Ja, das sind gute Sachen, bei originaler Harmoniumliteratur muss man aber aufpassen, dass die angegebene Registrierung den Charakter des Stückes ausmacht. Ich habe oft auf der Orgel gehört, dass der Bass nicht durchhörbar war, weil nicht berücksichtigt wurde, dass zB. Register 3 bei Harmonium in 4'-Lage ist und 2 in 16', und dass die Manuateilung beim frz. Harmonium nicht berücksichtigt wird.
Da klingt manches Stück gleich ganz anders, wenn die L.H. höher klingen muss als die r.H.
Dann sind auch die "leichten" Harmonium Stücke etwas "tricky".
Danke für die Idee zu diesem Thread!
Danke auch für alle bisherigen Beiträge!
Angesehen habe ich mir die Notenbeispiele hier: https://www.strube.de/wp-content/uploads/2024/08/N3317_4.pdf
Ich finde, da ist durchaus genug Schwieriges dabei: Schnelle Läufe, viele Alterationen (inkl. der allseits beliebten Doppelkreuze), eine Vielzahl von Phrasierungen. Will sagen: Das ist eine andere Liga als das zugleich kritisierte und gewürdigte "Das spiele ich morgen" von Chilla.
Es ist nun mal so, dass der Eindruck was "leicht" ist, sehr auf die persönlichen Fähigkeiten ankommt.
"Das spiele ich morgen" finde ich überwiegend leicht.
Die "Sonntagsorgel" (kannte ich schon und habe auch alle 3 Bände) finde ich schon deutlich schwieriger und für mich oft nicht mehr "leicht", definitiv jedenfalls nicht mehr vom Blatt spielbar. Vom Schwierigkeitsgrad abgesehen, kann ich diese Sammlung aber ebenfalls empfehlen, da hab ich schon vieles entdeckt, das mir gut gefallen hat.
Zitat von Gemshorn im Beitrag #7
Angesehen habe ich mir die Notenbeispiele hier: https://www.strube.de/wp-content/uploads/2024/08/N3317_4.pdf
The manualiter pieces in that pdf are the hardest of the collection at Difficulty Level 6.
I finished sight-reading (at less than half performance tempo or slower) through all of the "Mit Hand und Fuss" music volumes as part of my ongoing sight-reading project. The music gets interesting starting in Difficulty Level 3 and continues through Level 6. It is a worth while collection of organ music!
Zitat von Joni im Beitrag #9
Es ist nun mal so, dass der Eindruck was "leicht" ist, sehr auf die persönlichen Fähigkeiten ankommt.
"Das spiele ich morgen" finde ich überwiegend leicht.
Die "Sonntagsorgel" (kannte ich schon und habe auch alle 3 Bände) finde ich schon deutlich schwieriger und für mich oft nicht mehr "leicht", definitiv jedenfalls nicht mehr vom Blatt spielbar. Vom Schwierigkeitsgrad abgesehen, kann ich diese Sammlung aber ebenfalls empfehlen, da hab ich schon vieles entdeckt, das mir gut gefallen hat.
So ist es leider. Meine spielerischen Fähigkeiten sind überschaubar.
Ich bin immer wieder erstaunt was hier so alles unter die Rubrik "leicht" oder "Vom Blatt spielbar" fällt. Da merke ich halt, daß ich doch recht untalentiert bin. Ich spiele aber nicht (mehr) in Gottesdiensten bzw. ich spiele nur zu Hause an meiner Digitalorgel.
Selbst die "acht kleinen Präludien" von Bach könnte ich nur zur Zeit nicht spielen. Da ist dann erst mal intensives Üben angesagt.
Aber die "Sonntagsorgel" habe ich auch und da gibt es durchaus einiges was für mich machbar ist. Und die Stücke gefallen mir halt.
Auch die Sammlung "Orgelstücke zum Gotteslob" von Dieter Blum enthält einiges was für mich machbar ist.
Wenn ich aber in die Choralvorspielsammlung "In Ewigkeit dich loben" schaue, sehe ich was nach "oben hin" möglich ist. Da gibt es nur vereinzelt Stücke welche ich spielen kann.
Das Gleiche gilt für das "Orgelbuch der Domorganisten".
#12 RE: Leichte Originalliteratur
Mit untalentiert hat das gar nichts zu tun!
Bitte, jeder hat meisterhafte Spieler vor seinem inneren Auge, die viel besser sind als man selber. Das ist völlig normal. Vor Jahren tauschte ich mich mit einem profunden A-Kirchenmusiker aus Wien zu den neuen Orgelbüchern zum Gotteslob aus. Er befand, dass mancher Satz im alten Orgelbuch für den durchschnittlichen Laienorganisten einfach zu schwer gewesen sei, als Beispiel nannte er die Nr. 481 aus dem alten Gotteslob, die man im neuen unter Nr. 193 findet. Ich selber fand den alten Satz nie zu schwer; nach seinem Befund war er es aber.
Niemand muss sein Licht unter den Scheffel stellen, auch wenn es zu jeder Zeit bessere Musiker geben mag. Übrigens habe ich es nie erlebt, dass ausgewiesene Kapazunder auf die Anfänger oder Hobbyorganisten herabgeblickt hätten.
#13 RE: Leichte Originalliteratur
#14 RE: Leichte Originalliteratur
Zitat von Gemshorn im Beitrag #7
Angesehen habe ich mir die Notenbeispiele hier: https://www.strube.de/wp-content/uploads/2024/08/N3317_4.pdf
Ich finde, da ist durchaus genug Schwieriges dabei: Schnelle Läufe, viele Alterationen (inkl. der allseits beliebten Doppelkreuze), eine Vielzahl von Phrasierungen. Will sagen: Das ist eine andere Liga als das zugleich kritisierte und gewürdigte "Das spiele ich morgen" von Chilla.
Da hast Du aber den Band 4 mit der höchsten Schwierigkeitsstufe bei den Manualiter-Sachen zitiert (bewusst?). Selbst H.P. Braun hat hier von "mittelschwer" gesprochen. Mit "leicht" würde ich als Nebenamtler mit C-Prüfung die Stücke in den Heften 1, 2, 5 und 6 kennzeichnen. So auch Live3TA in Beitrag #10.
#15 RE: Leichte Originalliteratur
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