Zukunft der Orgelkultur

10.12.2025 14:05
#1 Zukunft der Orgelkultur
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These 1:
Orgel sollte bewusst nicht allein in Kirchen, sondern auch in Konzerthäusern, stillgelegten Kirchen, die zu Kulturzentren umfunktioniert wurden (wie u.v.a. z.B. der Orgelpark in Amsterdam), Hochschulen und anderen säkularen Veranstaltungsorten präsentiert werden.

Dies senkt die Hemmschwelle für ein nicht-religiöses Publikum.

These 2:
Dazu muss das orgeltypische Frequenzspektrum und der komplexe Raumhall in vielen Fällen um Welten besser simuliert werden, um ein nachhaltiges Erlebnis zu bieten.......

These 3:
Es muss für Digitalorgeln wie für PO (wieder) gelten; Jede Orgel wird in ihrer Charakteristik und in ihrer Abstrahlung einzigartig für den spezifischen Raum entwickelt (bzw. angepasst) in dem sie erklingt.

Die enge Verbindung von Instrument, Architektur und Akustik muss betont werden.

.....




Wer kennt wirklich gelungene, fortgeschrittene Beispiele im nicht-religiösen Raum?

Welche weiteren Vorschläge bzw. Thesen gäbe es?

Wie kann Nachwuchs, der ja häufig weniger religiös sozialisiert ist, generiert und gefördert werden?

.......


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10.12.2025 21:46
avatar  live3TA
#2 RE: Zukunft der Orgelkultur
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Groton Hill Music Center in Massachusetts, U.S. is an interesting example of performance space and community music school.

It is new enough that it can't be seen as a widely adaptable model, but it is an ongoing effort that can provide useful ideas.

Paul Fey made a video two years ago playing the Concert Hall's Hauptwerk Organ:


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16.12.2025 10:33 (zuletzt bearbeitet: 16.12.2025 10:42)
avatar  Positiv
#3 RE: Zukunft der Orgelkultur
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Dann komme ich gerne noch mal zurück auf die gerade kritisierte Constantine Hochwartner (die mit den langen Fingernägeln):

https://www.domradio.de/artikel/junge-or...er-kirchenorgel

Und an alle alten Säck /-innen (zu denen ich mich auch zählen muss) richte ich den weihnachtlichen Gruß:

"Machet die Tore weit"

Wie öfters erwähnt bin ich zum Orgelspielen gekommen einmal dank meines kirchlichen Umfeldes, aber aus meinem eigenen Antrieb als ich aus dem 3. Brandenburgischen Konzert die Version für Hammondorgel mit Jazzpopeinlage von Keith Emerson (The Nice/ELP= Emerson, Lake and Palmer) hörte. Das hatte ich dann meinem Kantor/Orgellehrer so gut es ging vorgespielt und hatte wenig Verständnis, dass er Keith Emerson nicht kannte.

Heute mag der entscheidende Stimulator zur Kirchenorgel in den sozialen Medien liegen oder anderswo oder nicht in den Notenheften von Buxtehude, sondern z. B. bei Hans Zimmer.

Michael


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16.12.2025 16:13 (zuletzt bearbeitet: 10.01.2026 18:55)
#4 RE: Zukunft der Orgelkultur
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Also, ich kann dieser "Zukunft" der Orgelkultur" nichts Positives abgewinnen. Diese Versuche einer Popularisierung der Orgelkonzerte fingen ja schon mit Cameron Carpenter an (von dem man in letzter Zeit nichts mehr hört). Wenn die Zukunft der Orgelmusik in Orgeltranskriptionen von ursprünglich Orchestralem liegen soll, dann sage ich nur Gute Nacht!


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16.12.2025 16:37
avatar  Sc1978
#5 RE: Zukunft der Orgelkultur
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Nö, sie fingen mindestens bei Virgil Fox an.

Aber wahrscheinlich schon viel früher, vielleicht bei Scheidt mit seinen Volksliedvariationen....

Oder Bachs Konzerttranskriptionen.

Und den Sturm/Gewitter/Schlachtenfantasien von Knecht, Lemmens und wem sonst.

Oder den Bearbeitung von Solokonzerten im 19.Jhd. für Soli und Orgel.

Oder den Opernfantasien in Italien....

Die Aufteilung in E und U gibt es ja noch nicht so lange. Und die Orgel in populäre Stile aufzunehmen ist auch keine Erfindung des 21. Jhds.

Ich mache mir deswegen keine Sorgen.
Wenn es irgendwie hilft, dass die Orgel in einen weiteren Zuhörerbereich kommt, warum nicht. Klassische Orgelkonzerte mit den den großen Werken gibt es zuhauf und wird es auch weiterhin geben.

Ausserdem wird niemand gezwungen sich etwas anzuhören, was er/sie nicht mag.

Ich empfehle da etwas schmerzfreier zu sein und nicht gleich alles zu verteufeln.

Entspannte Grüße

Plz 40591


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16.12.2025 17:25 (zuletzt bearbeitet: 10.01.2026 18:55)
avatar  Positiv
#6 RE: Zukunft der Orgelkultur
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Mein lieber geschätzter Kollege kargelertfan, wir gehen jetzt noch nicht ins Bett und sagen Gute Nacht, sondern wir singen "danke für diesen guten Morgen" und schauen voller Zuversicht in die neuen Tage.

Gerade die Globalisierung bringt neue Eindrücke mit ungewohnter Musik und sogar das Altbewährte hört sich wie Neues an:

https://www.youtube.com/watch?v=jHSQrAmYYtE

Die "Gamben" im Video sind die historischen Instrumente der inneren Mongolei, die Pferdekopfgeigen Morin Khuur. Jonon soll das Pferd geheißen haben, aus dessen Knochen die erste Geige entstand.

Tipp: bei der Improvisation zu den bevorstehenden Weihnachtsliedern pentatonisch, bluesig, modal und international tonleitern.


Michael


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08.01.2026 15:45
avatar  wohli
#7 RE: Zukunft der Orgelkultur
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