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Viscount Maestro 60
#33 RE: Viscount Maestro 60
Here's an encouraging, possibly inspiring Viscount marketing video (with just a bit of goofy video editing ~1:48):
From the YT page: Dariia Lytvishko gave a masterful performance of Widor’s “The Fifth Movement (Finale).” The organ is an Ouverture 355 with Physis Plus sound generation. Audio signals are routed from the organ to AD300.4 amplifiers via a Dante card and ultimately reach VP-310 passive speakers and a pair of VA-Sub15 subwoofers.
On the YT page are also links to the mentioned Viscount components and some nice, short paragraphs about Widor and the 6th symphony.
#35 RE: Viscount Maestro 60
Mein Höreindruck:
Die „Pfeifen“ stehen für mein Empfinden sehr "eng".
Und es kommen – trotz Dante-Verteilung auf verschiedene Lautsprechergruppen – letztlich eher kohärente Wellen beim Hörer an.
Orgelklang lebt aber gerade davon, dass sich die einzelnen Anteile im Raum gegenseitig beeinflussen: durch minimale Laufzeitunterschiede, kleine Unsauberkeiten und eine gewisse „Unordnung“ in der Abstrahlung. Erst dadurch entsteht dieses typische Miteinander und die „Luft“ zwischen den Registern.
Ich mache bei mir die Erfahrung, dass man genau dort oft mehr gewinnt als mit weiterer Hallbearbeitung:
wenn man einzelnen Lautsprechergruppen aus verschiedenen Richtungen ganz leichte zusätzliche Zeitunterschiede gibt (nur wenige Millisekunden) und sie minimal gegeneinander verstimmt.
Selbst wenn in der Aufnahme verschiedene Richtungen eingefangen sein sollten, scheint beim Hörer vieles sehr gleichzeitig anzukommen. Und genau dieses „zu gleichzeitig“ ist aus meiner Sicht der Punkt: Bei einer realen, ausgedehnten Orgel trifft der Schall nie so geschlossen ein, sondern immer leicht gestaffelt und im Raum „gebrochen“.
Diese kleinen Unterschiede scheinen mir hier weitgehend zu fehlen – dadurch wirkt das Klangbild kompakter und „cleaner“, als man es bei einer echten Orgel im Raum erleben würde.
@Soli Deo gloria:
Darf ich nachfragen, wie du zu den recht detaillierten Einschätzungen kommst?
Die Klangquelle ist ja lediglich ein Youtube-Video; wieviel an Räumlichkeit kann darin enthalten sein?
Und darf ich weiter fragen, über welche Abstrahlung du das Video abhörst; das ist doch bestimmt ebenfalls von Bedeutung.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Fragen sind allesamt ernst und ehrlich gemeint.
Könnte mir jemand mit kurzen Worten erklären, was Dante genau ist - und was es macht?
Content Cambiare Suite III mit Sweelinq
Zu Dariia Lytvishko:
Und so klang es am 11. März 2026 auf der "Physis-minus"- Orgel der St. Dinoysius-Kirche in Kelkheim, das ich aufgezeichnet hatte
(Übrigens wieder ein Wahnsinns-Konzert mit einer genialen Künstlerin, das sehr gut besucht war):
https://youtu.be/aHUVQ9C1s54?is=M-It2htVhvU_cdrF
Hier der Link der Playliste des gesamten Konzertes (Aufnahmegeräte: Samsung-Mobiltelefon S 24 Ultra 5G mit
Zoom Am7-Stereo-Mikrofon):
https://youtube.com/playlist?list=PLXxfz...4gEzp3qDmfY4vGg
Dante ist die Abkürzung für ein System zur digitalen Übertragung von Audiosignalen vom Erzeuger zum Lautsprecher.
An unseren Heim-DO-Installationen haben wir vier, vielleicht 12 Ausgangskanäle. Da stöpseln wir analoge Audiokabel ein und am anderen Ende steht ein Lautsprecher.
Will man einen großen Saal, eine Konzerthalle oder Kirche beschallen und mehrere Dutzend Lautsprecher ansteuern, kann man ein Dante-Netzwerk aufbauen.
Hier werden die Audiosignale in ein digitales Signal umgewandelt und über ein "klassisches" Computer-Netzwerk verteilt. Das geschieht nahezu verlustfrei und ermöglicht es, eine große Anzahl von "Kanälen" über weite Strecken über ein "normales" Netzwerkkabel zu übertragen. Am anderen Ende müssen die digitalen Signale wieder in analoge Signale umgewandelt werden, damit der Lautsprecher auch etwas von sich gibt.
Das Ganze ist wohl eher etwas für den Profi-Bereich. Die einzelnen Komponenten kosten derzeit noch ordentlich Geld. Ich denke, für den Heimgebrauch bringt das keine Vorteile mit sich. Vier oder zwölf Strippen zu verlegen kriegen wir alle noch hin - ein Dante-Netzwerk aufzubauen... - da brauchst Du wahrscheinlich einen Netzwerkspezialisten... 
VG
Aeoline
Organisten leiden oft an einer schlimmen Krankheit: Augentinnitus - Man(n) sieht nur noch Pfeifen...
Viscount Unico 400 DE [V1.14.19] (56/III/P) : ab 11.2012
Johannus Opus 520 (45/II/P) : 10.1987-11.2012
Siel HB 700 (9/II/P) : 1977-09.1987)
...also für die vierkanalige Übertragung aus Deiner Orgel brauchst Du zweimal sowas hier. Das wandelt das analoge Audiosignal Deiner Orgel um und speist es in das Dante-Netzwerk.
Dann brauchst Du am anderen Ende zweimal das hier, damit das digitale Dante-Signal wieder in ein analoges Signal umgewandelt wird, damit aus den Lautsprechern die angeschlossen werden auch wieder etwas hörbares herauskommt.
Natürlich brauchst Du noch klassische Lautsprecherkabel, weil diese vermutlich nicht im 10cm-Abstand zum Digital-Analog-Wandler stehen.
Du bist also schon mal 1000€ los und hast das eigentliche Dante-Netzwerk noch gar nicht...
VG
Aeoline
Organisten leiden oft an einer schlimmen Krankheit: Augentinnitus - Man(n) sieht nur noch Pfeifen...
Viscount Unico 400 DE [V1.14.19] (56/III/P) : ab 11.2012
Johannus Opus 520 (45/II/P) : 10.1987-11.2012
Siel HB 700 (9/II/P) : 1977-09.1987)
#40 RE: Viscount Maestro 60
Perhaps some more precise information is needed here.
Dante is only one of the protocols currently available for transmitting digital audio signals from one point to another. Other protocols similar to Dante include MADI, AVB, and AES67.
An organ equipped with a Dante output does not need to convert the signal back and forth between analogue and digital. Unlike standard models with analogue outputs, the organ’s audio does not pass through a DAC (digital-to-analogue converter) at the console stage. With Dante, the signal remains entirely in the digital domain until the final digital-to-analogue conversion, just before the speaker amplifiers.
The advantages of this technology are significant, both for large installations in reverberant spaces and for home use.
When installing an organ in a church with multiple speakers, it is extremely beneficial to have a digital output that carries the signal directly to the final converter, or to Dante-enabled amplifiers, such as those mentioned in the video, which both convert and amplify the signal for the speakers. The organ I voiced in Bulgaria, for example, has 28 analogue outputs, which means a forest of analogue cables running from the console to the amplifiers and then from the amplifiers to the speakers. It is not a very elegant or practical solution.
Dante is also very useful in home installations, especially for those who want to improve the sound through a digital audio workstation, as I do with my home organs, the Unico P35 and the Ouverture. My Ouverture has 20 analogue outputs feeding into an RME ADC (analogue-to-digital converter), which then sends the signal through the MADI protocol into an RME interface, into the digital audio workstation, and back again to the interface, where the signal is reconverted into analogue by a DAC. Here too, there are snakes and cables everywhere: a well-hidden but undeniable nuisance.
For both home and public installations, then, Dante is a godsend.
The organ in Viscount’s video uses 16 speakers and 2 subwoofers. I cannot tell whether they added onboard reverb, because the room in which they recorded does not sound particularly reverberant. In any case, I find this video much better than the ones that came before it. The sound is improved, although one can still tell that the voicing is not especially refined: the mixtures are as sharp as knives. And at least the performer is not wearing a yoga suit.
I have been following Dariia Lytvishko for some time and have appreciated many of her performances. However, I find this particular one nerve-racking, lacking in musicality, and almost entirely devoid of phrasing.
Hallo,
Zitat von Gemshorn im Beitrag #36
@Soli Deo gloria:
Darf ich nachfragen, wie du zu den recht detaillierten Einschätzungen kommst?
Die Klangquelle ist ja lediglich ein Youtube-Video; wieviel an Räumlichkeit kann darin enthalten sein?
Und darf ich weiter fragen, über welche Abstrahlung du das Video abhörst; das ist doch bestimmt ebenfalls von Bedeutung.
Ich wundere mich da auch, was man aus so einem Video heraus hören kann. Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass auch die visuelle Wahrnehmung unsere Klangwahrnehmung zu beinflussen scheint, siehe hier (klick). Daneben gibt es sicher weitere Faktoren: Raumtemperatur bzw. Raumklima, eigene emotionale Grundstimmung oder aktuelle Gestimmtheit usw.
Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
Zitat von Gemshorn im Beitrag #41
...Unsere Kirchenorgel ist mit Kabeln zu den Lautsprechern verbunden. Ob man das später auf Dante umrüsten sollte?
Wohl kaum... - wenn alles eingerichtet ist und funktioniert und die "(Audio)Kabelbäume" vom Instrument zu der Klangabstrahlung ordentlich verlegt und versteckt sind, so spricht aus Sicht der Funktionalität absolut nichts für eine Nachrüstung mit Dante - es sei denn, ihr habe xTausend Euro für so ein Projekt übrig.
Wie sieht eure externe Abstrahlung derzeit aus? - 8.1 oder 8.2?
Solltet ihr in naher Zukunft ein Upgrade der externen Abstrahlung erwägen, so könnte Dante sinnvoll sein, wenn wir nicht mehr über acht Ausgangskanäle, sondern über mindestens 24 Kanäle sprechen.
Ansonsten: Keep it as it is....

VG
Aeoline
Organisten leiden oft an einer schlimmen Krankheit: Augentinnitus - Man(n) sieht nur noch Pfeifen...
Viscount Unico 400 DE [V1.14.19] (56/III/P) : ab 11.2012
Johannus Opus 520 (45/II/P) : 10.1987-11.2012
Siel HB 700 (9/II/P) : 1977-09.1987)
Wir haben 8.1 - und es erfüllt seine Aufgabe reichlich und gut. Ob es je ein 8.2 wird: keine Ahnung.
Die Intonation ist in dem noch nicht ganz einen Jahr immer schöner geworden. Die Nobilis war eine gute Wahl.
Danke für das klare Votum bezüglich Danteumrüstung.
#45 RE: Viscount Maestro 60
Zitat von Gemshorn im Beitrag #41
Danke für die Erklärung rund um Dante.
Unsere Kirchenorgel ist mit Kabeln zu den Lautsprechern verbunden. Ob man das später auf Dante umrüsten sollte?
The cables running from the console to the speakers are power cables, which indicates that the digital-to-analogue conversion has already occurred and that the analogue signal has already been sent to the amplifiers. At that stage, the signal chain is no longer digital, so Dante cannot be introduced there. Dante can only be used upstream, before conversion to analogue, while the audio is still being transported in digital form.
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