Hausorgelergänzung: Hauptwerk und gute Monitore

04.12.2025 17:46
#1 Hausorgelergänzung: Hauptwerk und gute Monitore
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Ein inzwischen zum Orgelfreund gewordener früherer Konzertorganist besitzt seit Jahrzehnten eine in seiner Wohnung wohltuend und angepasst klingende hochwertige Hausorgel.

Er übte und spielte viele Stunden pro Tag, bis er mit Mietern im angrenzenden Doppelhaus Schwierigkeiten bekam. Obwohl ein Klavier sehr wahrscheinlich mit seinen oft starken Impulsen in der Nachbarwohnung störender wäre als diese relativ sanft klingende Pfeifenorgel, traute er sich anschließend nicht mehr, stärker als mit einem gedecktem 8-Fuß zu registrieren.

Jemand zeigte ihm Hauptwerk über Kopfhörer und er war elektrisiert!
So beauftragte er eine Midifizierung der beiden Hausorgelmanuale, auch der Setzer und Manubrien. (Die Kosten von rd, 20 000 Euro nahm er in Kauf)

Nun kam ich ins Spiel, richtete ihm Hauptwerk auf verstecktem i9 Mini-PC und einem hervorragenden Audiointerface ein. Alles geschieht automatisch beim Einschalten- das letzte Sampleset wird geladen.

Nun ergänzten wir das schön klingende 8-Fuß Pfeifenregister mit großen berühmten Orgeln über 2 ausnehmend guten Monitoren. Die KS Digital C55 (aus Saarbrücken) sind ein Gedicht: Die kleinen, schönen Monitore wurden so platziert, dass sie in ca. 50 cm auf seinen Kopf.

Was viele nicht verstehen: Solange man potente Monitore, die ( u.a. durch die Doppelmembrane) für Orgelwiedergabe geeignet sind, in unmittelbarer Nähe aufstellt, hört man bei exzellenten Exemplaren auch die Grundtöne der Manualregister und des Pedals.

(Natürlich können und sollen die hier keinen Raum beschallen. Die Basswiedergabe wäre nach knapp einem weiteren Meter Entfernung gleich Null. In geringem Abstand jedoch ist alles da.
Allerdings ist der Klang vieler traditioneller Monitore, die man bei Thomann etc. findet, in nächster Nähe deshalb hässlich, weil beim Übergang zwischen Mittel- und Hochtöner immer ein Faltengebirge an Frequenz- und Phasenfehler entstand. Zwei Fortschritte beseitigen dies: modernste DSP - Korrektur und hier bei diesen Ausnahmemonitoren: Koaxiallautsprecher. Das bedeutet eine weitgehend punktförmige Schallquelle. Dadurch kommen die Stärken von Hauptwerk voll zur Geltung. Seidige, niemals schrille, wunderbar angenehme Höhen, filigranste Abbildung der Einschwingungsvorgänge der Pfeifensimulation, ungeheuer lebendiger, hochkomplexer Hall, eine überzeugende Raumabbildung u.v.a......)


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04.12.2025 18:02
#2 RE: Hausorgelergänzung: Hauptwerk und gute Monitore
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Viele Samplesets stellte ich ihm vor. Er fand nach kurzem Reinhören sofort auf den Schlag die künstlerisch Wertvollsten heraus und lehnte alle Mäßigen rundweg mit heftiger Entschiedenheit ab

Gerne hätte ich ihm ein Orgelsample genau auf seine Haus-Pfeifenorgel intoniert mit einem überzeugenden, stimmigen Gesamtklang. Aber er hatte Blut geleckt: Er konnte nicht mehr aufhören an berühmten Orgeln zu spielen: Caen, Rotterdam........inzwischen auch die neuesten ausnehmend qualitativ hochwertigen romantischen Sets von SP.

So spielt er in Nicht-Ruhezeiten mit seinem gedeckten 8-Fuß als kleine Pfeifengrundlage und den abbildenden Monitoren die tollsten Orgeln nahe an seinen Ohren und leise im Raum.
Für nachts habe ich ihm die orgelgeeigneten AKG-812 pro Kopfhörer besorgt (die m.E. Günstigsten und Hochauflösensten, die echte Grundtöne nach unten wiedergeben können.

Er ist so begeistert, dass er 20 Jahre jünger wirkt und trotz des Todes seiner Frau seine große Liebe zur Musik und zu Orgelkonzerten jeden Tag höchst aktiv pflegt.


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