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Rückenschmerzen
Heute saß ich keine halbe Stunde an meiner Orgel - und nun habe ich Rückenschmerzen.
Nicht bedingt durch das Spielen an sich, sondern durch die rechts und links außen platzierten Touchscreens bzw. durch deren Bedienung mit weit ausgestreckten Armen, in leicht nach vorne geneigter Haltung des Oberkörpers.
Von der Ergonomie wären die Touchscreens gewiss besser mittig über den Manualen aufgehoben.
Wieder so eine Sache, die man beim Testen im Orgelhaus nicht sofort klar erlebt... 
Deshalb habe ich mir für meine Hauptwerk Anwendung einen 24" Touchscreen Monitor mit Bodenständer und flexibler Halterung (Höhe, Neigung, drehbar, schwenkbar) angeschafft. So kann ich diesen optimal platzieren.
Der Monitor hat eine Auflösung von 1980 x 1080. Damit kann ich verschiedene Ansichten (z.B. 2 -3 für jedes Manual) anzeigen.
Die Icon-Grössen erlauben das Ein- und Ausschalten einzelner Register während dem Spiel.
P.S. Die kleinen 10" bis 12" Displays scheinen mir effektiv zu klein. Sweelink werde ich demnächst mit dieser HW-Lösung testen.
LG
Martin
Ein zusätzlicher Monitor ist absolut nichts für mich.
Weder möchte ich das Gerät an sich an irgendeiner Aufhängung neben oder über der Orgel haben, noch die dazugehörigen Kabel...
Mein Beitrag sei vor allem als "Wink" an alle verstanden, die eine ähnliche Orgel kaufen möchten.
Wir konnten ja in NL die diversen Touchscreens testen und meine Frage bei Mixtuur war, ob man die Monitore unter dem Notenpult vergrößern möchte, denn die 10Zöller sind fummelig und bieten weniger Komfort als die Registerwippen. Ein Achselzucken war wenig erhellend.
Da mein großer 24 Zoll Hauptwerkmonitor wie bei Martin auch mal ein mehrfaches Antippen verlangt (bei mir halt) schalte ich die Register hilfsweise durchaus mit der Maus auf der Orgelbank.
Eine andere Lösung Steam Deck gefällt mir ganz gut, wie pep das ab Minute 7 beschreibt:
https://youtu.be/BG1FmxHOWx0?si=Qpj0JnpqI5wMeN-T
Gegen Rückenschmerzen hilft ein von der Krankenkasse unterstütztes regelmäßiges Rückentraining und ggf. eine Orgelbanklehne zum Entspannen
.
Vielleicht haben unsere Nachkommen längere Arme, dachte ich ehrlich gesagt beim Testen in NL auch. Was solls. An meiner ab November 2026 (nach Kirchenrenovierung) wieder drohenden Mönchorgel von 1887 gibt es ergonomisch wenig Lobenswertes, aber verzeiht beim Volk trotzdem kein Falschspiel des Instrumentes wegen.
Michael
Hallo,
so ganz verstehe ich das nicht: bei unserer Kirchenorgel sind die Registerzüge noch weiter vom Manual weg angeordnet. Das stört mich gar nicht, meine Hände sind ja fast die ganze Zeit auf den Tasten der Manuale, (Um-)Registrieren kommt ja nicht sooo oft vor, auch beim Üben nicht. Und da sind die Registerwippen beim Sakralkeyboard ja auch etwas weit weg, wenn auch vorne. Und da habe ich mir viele Standardregistrierungen natürlich auf die Setzer gelegt.
Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
#6 RE: Rückenschmerzen
Das „fummelig" und "Rückenschmerzen" trifft für mich noch andere Punkte ganz gut:
Wenn ich bei Sweelinq reinschaue, merke ich, dass nicht nur Größe und Position der Touchscreens entscheidend sind, sondern auch, was die Software aus einer Berührung macht.
Bei Hauptwerk kann ich den Finger einfach über die Register ziehen: einmal ansetzen, durchwischen – mehrere bzw. viele Register an oder ganz schnell wieder aus. Ich wechsle Registrierungen sehr oft. Auch beim Üben. Ich will die Klangunterschiede gezielt auskosten. Macht mir mehr Freude und ich übe länger.
Bei Sweelinq muss ich jedes Register einzeln an- bzw. austippen. Bei größeren oder stufenweisen Registrierungsänderungen finde ich das ausgesprochen lästig – auch im Vergleich zu Registerschaltern, bei denen man mit der Hand einfach „durchziehen" kann.
Ähnlich beim Crescendo: Hauptwerk erlaubt bei jeder Orgel vier frei programmierbare Crescendo-Abfolgen, auch wenn das Originalinstrument nie eine Walze hatte. Zum Improvisieren nutze ich das sehr gerne.
Sweelinq hat ein frei programmierbares Crescendo seit Version 3 Ende 2025 angekündigt – bisher aber: nada. 🤠
Zitat Soli Deo gloria: "Das „fummelig" und "Rückenschmerzen" trifft für mich noch andere Punkte ganz gut:
Bei Hauptwerk kann ich den Finger einfach über die Register ziehen: einmal ansetzen, durchwischen – mehrere bzw. viele Register an oder ganz schnell wieder aus. Ich wechsle Registrierungen sehr oft.
Bei Sweelinq muss ich jedes Register einzeln an- bzw. austippen. Bei größeren oder stufenweisen Registrierungsänderungen finde ich das ausgesprochen lästig – auch im Vergleich zu Registerschaltern, bei denen man mit der Hand einfach „durchziehen" kann."
Da ich das Buch von Albert Schweitzer "Deutsche und Französische Orgelbaukunst und Orgelkunst" von 1906 gerade lese, gerne mal für euch den link gepostet, denn er schreibt Interessantes zur Registrierung von
deutschen (Hände=Manualknöpfe sowie Schweller, Walze) und
französischen (alles Fußtritte = Accouplements/Anches/Tirasses) Orgeln.
https://www.gutenberg.org/ebooks/69893
Das gibt es z.B. kostenlos als epub3 auf dem Reader oder über die TolinoApp auf dem Handy.
Wir sprechen ja gerade über die Bedienung von Orgeln mit gesundheitlichen Folgen und die Überlegungen von Albert Schweizer sind indirekt gar nicht mal so weit von der Thematik entfernt.
Michael
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