Streit um das neue Evangelische Gesangbuch

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02.08.2026 09:11
avatar  Guilain
#16 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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... und weil mit der Gemeinde nicht geübt wird.


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02.08.2026 09:45 (zuletzt bearbeitet: 02.08.2026 09:46)
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#17 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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SJL

Zitat von Katja im Beitrag #15

Mir scheint, diese Versuche gehen am Kern des Problems vorbei: die Leute singen nicht deshalb nicht, weil es ihnen zu hoch ist, sondern weil Singen nicht mehr Teil unseres Alltags ist.


Meines Erachtens ist beides relevant:
a) Es bedarf in der Tat einer gewissen Routine und Überwindung, (kräftig) zu singen. Und da es mittlerweile offensichtlich den meisten so geht, verstärkt sich dieser Teufelskreislauf nach unten. Keiner kann es, und keiner traut sich. Wenn man Glück hat, gibt es ein paar "Lokomotiven" in der Gemeinde, an die man sich "dranhängen" kann.
b) Wenn Lieder über das zweigestrichene C hinausgehen, so ist es einfach eine Zumutung für den nicht eingesungenen Durchschnittssänger. Selbst ich als "Profi" habe da sonntagmorgens manchmal meine Herausforderungen...


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02.08.2026 10:10
#18 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Das Singen nicht mehr Teil unseres Alltags ist stimmt sicherlich
aber das heißt nicht, dass die Menschen nicht gerne singen oder singen wollen.
Das Stadion in Dortmund ist voll wenn über 70.000 zum Adventsliedersingen kommen.
Bleibt nur noch die Frage:
Was machen die richtig und wir falsch...?


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02.08.2026 10:30 (zuletzt bearbeitet: 02.08.2026 10:32)
#19 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Administrator

Wenn ich Gottesdienste aus Amerika schaute, hörte ich oft die gleichen Lieder.
Zur Zeit der Großeltern war das bei uns auch so. Zwei Messreihen für die Ordinariumsteile, für die Kirchenjahreszeiten je eine Handvoll Lieder.

Vielleicht ist unser Repertoire inzwischen zu groß geworden?


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02.08.2026 10:36
#20 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Volle Zustimmung!


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02.08.2026 10:57
#21 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Zitat von Gemshorn im Beitrag #19
Wenn ich Gottesdienste aus Amerika schaute, hörte ich oft die gleichen Lieder.
Zur Zeit der Großeltern war das bei uns auch so. Zwei Messreihen für die Ordinariumsteile, für die Kirchenjahreszeiten je eine Handvoll Lieder.

Vielleicht ist unser Repertoire inzwischen zu groß geworden?

Das wäre mir persönlich deutlich zu wenig.
Aber in meiner Kindheit war es hier in etwa vergleichbar. Ich schätze, daß man damals in einer durchschnittlichen (Dorf)gemeinde so um die 100 Lieder gesungen hat.
Als ich mit dem Spielen im Gottesdienst (ca. 1991) anfing, waren z.B. die mittlerweile allgemein bekannten Ordinariumsgesänge "Preis und Ehre, Gott dem Herren" und "Gott ist dreifaltig einer" in meiner damaligen Gemeinde nicht bekannt.


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02.08.2026 11:10 (zuletzt bearbeitet: 02.08.2026 11:13)
avatar  Sc1978
#22 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Letzteres durfte bei einem unserer ehemaligen Kapläne (Neokathechumenat) nie gesungen werden.
Entweder der komplette Credotext kommt vor (177,178 etc.) oder es musste gebetet werden. Ebenso bei den anderen Ordinariumsgesängen. Alles, was nicht den vollständigen Text paraphrasiert, fiel raus. Nur bei 388 war ich da sehr dankbar.

Plz 40591


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02.08.2026 13:17 (zuletzt bearbeitet: 02.08.2026 13:39)
#23 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Administrator

Solche Gemeinden gibt es noch heute...
Ich staune oft, was im Nachbarort alles unbekannt ist. Eben das erwähnte "Preis und Ehre"-Gloria kennt man dort immer noch nicht! Es hängt sehr viel an den zuständigen Organisten. Nur weil jemand Tasten drücken kann, heißt das noch lange nicht, dass er auch von Liturgiegestaltung Ahnung hat. In einem kleinen Dom hier in der Nähe wurde im Advent zu jeder Messe - werktags wie sonntags - das Kyrie GL 158 gesungen...


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02.08.2026 16:30
#24 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Zitat von Sc1978 im Beitrag #22
Letzteres durfte bei einem unserer ehemaligen Kapläne (Neokathechumenat) nie gesungen werden.
Entweder der komplette Credotext kommt vor (177,178 etc.) oder es musste gebetet werden. Ebenso bei den anderen Ordinariumsgesängen. Alles, was nicht den vollständigen Text paraphrasiert, fiel raus. Nur bei 388 war ich da sehr dankbar.

Hier war und ist es teilweise eher umgekehrt. Es wird immer mal wieder ein Loblied wie z.B. "Lobe den Herren" zum Gloria gesungen und zum Credo irgendwas was mit Glaube zu tun hat. (z.B. Wahrer Gott wir glauben dir)
Als ich damals in den 90ern noch in der Messe spielte, kam immer mal wieder das Lied "Ein Haus voll Glorie schauet" beim Gloria zum Einsatz; insbesondere bei Hochzeiten.
Insbesondere in der Weihnachts- und Osterzeit werden die Ordinariumsgesänge schon mal durch dem Anlaß entsprechende Gesänge ersetzt.


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02.08.2026 17:50
avatar  pvh
#25 Lieder im kath. Gottesdienst-war RE: Streit um...
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pvh

Hallo,

dieser Faden hat jetzt komplett das Thema gewechselt (ursprünglich: "Streit um das neue evangelische Gesangbuch"). Daher habe ich das Thema geändert.

Bei uns funktionieren die Tonarten des GL eigentlich ganz gut. Die stärkste Sängergruppe sind Leute zwischen 60 und 80. Jüngere Gottesdienstbesucher, soweit es sie gibt, kommen oft aus Osteuropa, Schwarzafrika oder Ostasien, bisweilen Lateinamerika und holen sich zwar Gesangbücher zum Mitlesen, singen aber kaum hörbar oder spürbar mit.

Was die Auswahl der Lieder angeht, so gibt es ja beispielsweise in der Weihnachtszeit ganz passende jahreszeitliche Gesänge zum Gloria (Engel auf den Feldern singen...), ansonsten werden Kyrie, Gloria, Sanktus, Agnus Dei in der Regel recht texttreu gesungen. Zum Credo singen wir schon alle paar Wochen ein nicht ganz den vollen Text umfassendes Glaubenslied. Für "saisonale" Lieder gibt es 4 Möglichkeiten im Gottesdienst: Einzug, Gabenbereitung, Danklied, Schlusslied, manchmal auch der Zwischengesang.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.


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02.08.2026 18:17 (zuletzt bearbeitet: 02.08.2026 18:22)
#26 RE: Lieder im kath. Gottesdienst-war Streit um...
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Das GL 2013 hat ja insgesamt weniger Liedparaphrasen zum Ordinarium als das Vorgängerbuch.
Einige der neuen Gloria- und Credovertonungen haben auch eine gewisse allgemeine Bekanntheit erreicht.
Ich denke hier insbsondere an 168, 169 und 177.

Bzgl. der Tonarten findet man auch zahlreiche "tiefergelegte" Sätze im Netz zu den üblichen Kernliedern.


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02.08.2026 22:23
#27 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Da gibt es auch bereits eine vorläufige Liederliste zum neuen EG.
Immerhin sind derzeit mehr als 1200 Nummern aufgelistet wovon ca. 50% ins digitale Gesangbuch wandern. Wie soll das in der Praxis mit dem digitalen Gesangbuch funktionieren ?
Ins digitale GB wandern z.B. so bekannte Lieder wie "O Mensch, bewein dein Sünde groß" oder "O Lamm Gottes unschuldig".

Eine vorläufige Negativliste enthält Lieder des derzeitigen Gesangbuches, welche nicht mehr ins neue Gesangbuch aufgenommen werden. Darunter sind zahlreiche traditionelle Lieder gelistet welche teilweise auch im GL zu finden sind. Das sorgt sicherlich auch für Diskussionen.
Darunter findet man bekannte Lieder wie z.B. "Gott sei gelobet und gebenedeiet" oder "Wir danken dir Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist".


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02.08.2026 23:40
#28 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Möchte man eine bestehende Singkultur subtil ausrotten?


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03.08.2026 07:30 (zuletzt bearbeitet: 03.08.2026 07:36)
#29 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Vor kurzem: Besondere Beerdigung mit bestimmt 800 Menschen. Es waren 3 völlig unbekannte Neue geistliche Lieder mit ach so dollen Texten vorbereitet und sogar vor dem Gottesdienst "eingeübt" worden.

Niemand sang mit.


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03.08.2026 08:59
#30 RE: Streit um das neue Evangelische Gesangbuch
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Zitat von Soli Deo gloria im Beitrag #29
Vor kurzem: Besondere Beerdigung mit bestimmt 800 Menschen. Es waren 3 völlig unbekannte Neue geistliche Lieder mit ach so dollen Texten vorbereitet und sogar vor dem Gottesdienst "eingeübt" worden.

Niemand sang mit.


welche Lieder wurden gesungen?

ich habe in der letzten Woche bei einer ev. Trauerfeier das Gegenteil erlebt. 2 von 4 Liedern waren neues Liedgut. Der Gesang herzergreifend.


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